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2. Mai 2011

Tiefdruck-Musik hat ab kommenden August eine neue Ausbildungsstelle zu vergeben.

Wir bilden aus zur/zum:

Kauffrau/Kaufmann für Marketingkommunikation
sowie
Veranstaltungskauffrau/Kaufmann

Was du mitbringen solltest:

Wir suchen eine/n Auszubildende/n die/der eine große Leidenschaft für Musik und das Interesse am Geschäft hinter der Musik mitbringt. Vorerfahrungen im Bereich Promotion/Marketing von Tonträgern und/oder Veranstaltungen sind von Vorteil.

Tiefdruck-Musik ist ein kleines Unternehmen der Tonträgerindustrie und seit 2004 weltweit agierend.

Es interessiert dich wie eine Schallplatte oder eine Tournee vermarktet wird? Du bringst Erfahrungen im Umgang mit Medien (Audio und Video) mit? Du bezeichnest dich selbst als internetaffin und für dich ist der Umgang mit Officeprogrammen, Grafikanwendungen und HTML/Wordpress kein Neuland, dann könntest du die/der Richtige für uns sein.

Du solltest in der Lage sein selbstständig verantwortliche Arbeiten zu erfüllen und Interesse an der Zusammenarbeit mit Pressepartnern und Künstlern haben. Außerdem solltest du keine Scheu haben, auf neue Leute zuzugehen und dich neuen Aufgaben unvoreingenommen stellen können.

Der sichere Umgang mit der englischen Sprache sowohl in Wort und Schrift ist Voraussetzung für unsere tägliche Arbeit.
Ein mindestens 4 wöchiges Testpraktikum vor Beginn der Ausbildungsphase ist erwünscht.

Bitte schicke deine Bewerbungsunterlagen bis zum 16.Mai 2011 an untenstehende Adresse:

Tiefdruck-Musik
Daniel Heerdmann
Karostar Musikhaus – St.Pauli
Neuer Kamp 32
20357 Hamburg

oder per Email:

daniel.heerdmann@tiefdruck-musik.de

Eingesendete Bewerbungsunterlagen werden NICHT zurück gesendet.

15. März 2011

Dear Internet community,

I had a very nice and fruitful conversation with two good friends here on Facebook about something that I – and I think this is me being from an older generation – really don’t understand…

I think we came to very good terms in the end, but I anyway wanted to share it here – and I sincerly hope for your comments about it… Maybe I am just old school, missed the train – or maybe not… Let me know what you think… Diesen Beitrag weiterlesen »

28. Februar 2011

Kurz nach der fünften Ausgabe, findet ihr jetzt schon die sechste Ausgabe von der Kolumne ‘Daniel Wants To Talk To You About Your Future‘ von unserem Boss Daniel Heerdmann auf bonedo.de.

Dieses Mal erklärt der Tiefdruck-Chef “wie man aus man durch geschickte Planung aus einem fetten Gagenversprechen im Nullkommanix fünfstellige Schulden macht … ”

Ein Klick auf das Bild bringt euch zu dem, mal wieder sehr lesenswerten, Artikel.

9. Februar 2011

Auf bonedo.de ist nun der bereits fünfte Teil der Kolumne von Tiefdruck-Musik Gründer und CEO DANIEL HEERDMANN veröffentlicht und für euer Lesevergnügen freigegeben.

Dieses mal rechnet der Plattenboss mit den sogenannten ‘Social Networks‘ und MYSPACE im ganz Besonderem ab.

HIER findet ihr den Artikel.

19. November 2010

An einem Samstag um halb 6 aufstehen, hat wenig Reize, das steht fest. Wenn man allerdings mit der Erwartung, am Abend eine tolle Band auf einer Bühne bewundern kann, aufsteht, macht man so etwas auch mal gern. ;)
So geschehen am 30.Oktober – einen Tag nach einem fantastischen Linkin Park Konzert in Hamburg, auf dem ich mit Cheffe Daniel und Kollege Johnny unzählige, bekannte Gesichter wiedersehen durfte, die man auch schon bei JULIEN-K antreffen konnte.

Halb 6 also aufstehen – geplantes Treffen am Flughafen: 07:30 Uhr. Ziel: London Luton.

Am Morgen noch schnell die Tasche fertig gepackt und geduscht, dann ging es los. NATÜRLICH kam ich trotz super Vorbereitung 10 min. zu spät. Machte aber nix, denn die Jungs fehlten auch noch. „Mist, da war grad die Bahn gesperrt!“ kam von Johnny per SMS. Da meine Füße von meinem neuen Paar VANS total kaputt waren, verschwand ich fix in der Apotheke um Pflaster zu besorgen. Als ich damit fertig war, waren dann auch endlich die beiden anderen anwesend. Auf zum Check-In und noch über eine Stunde warten war nun angesagt. Daniel und Johnny konnten sich mit dummen Sprüchen nicht zurückhalten und ich durfte mich beim Boarding schließlich in die Reihe stellen, während die Herren weiter auf den Plätzen weilten und sich über mich und meine prall gepackte Tasche lustig machten.

Der Flug lief unkompliziert, wenn auch mit vielen Ohrenschmerzen. Diesen Beitrag weiterlesen »

20. September 2010

Auf ins letzte Gefecht!

Amir

Amir

Was soll ich sagen, heute ist tatsächlich der letzte Tag der ‚EAT ANAL‘…ääh…‘DEATH TO ANAL‘…quatsch…ach, der Julien-K Europa-Tour. Und mein erster Flug überhaupt steht an. Dafür steh ich mitten in der Nacht nach nur wenig Schlaf auf, die Geburtstagsfeier ging lang. Meine Schwester fährt mich zum Flughafen und sieht zu, dass ich auch zum richtigen Gate komme, denn im Gegensatz zu mir hat sie schon mal das Prozedere durchgemacht. Wobei es jetzt wirklich nicht so schwer war, dass ich es nicht auch alleine hinbekommen hätte.

Ab in den Flieger. Okay, ich bin nervös. Hauptsächlich, weil ich weiß, dass mein Magen sehr schwach ist und ich keine Lust habe, dass er mir einen Streich spielt. Aber die Sorge ist unbegründet, mein Abendessen bleibt, wo es war und Fliegen ist eigentlich ziemlich angenehm. Auch wenn Ryanair teilweise an eine Kaffeefahrt erinnert, alle zwei Minuten rennt einer durch den Gang und will dir was verkaufen. Kann man zum Glück ignorieren.

Fu

Fu

Der Flughafen Stansted ist deutlich größer als Frankfurt-Hahn, aber ich komme klar und finde sogar auf Anhieb den Weg zum Zug. Dank Zeitverschiebung hat der Flug theoretisch auch nur 20 Minuten gedauert. Wobei ich um 7 Uhr morgens nur eingeschränkt darauf angewiesen bin, dass ich alle Zeit der Welt habe. Mit dem Zug fahre ich 45 Minuten bis London. Dort angekommen ist noch immer so viel Zeit übrig, was könnte man also machen?

Erstmal gucken, wo Venue und Hotel liegen und dann in der Umgebung ein Frühstückslokal stürmen. Wenn ich schon in England bin, nehme ich auch ein englisches Frühstück. Eigentlich echt lecker, aber jeden Morgen Speck, Bohnen, Würstchen, Eier, Toast und Pilze wäre mir doch zu viel ;) Das Hotel ist nur einen Steinwurf vom Monto Water Rats entfernt und der Tag ist noch so jung, dass Zeit für Sightseeing bleibt. Ein bisschen Tourist muss sein, ich war schließlich noch nie in London. Also gönne ich mir in kurzer Abfolge Tower Bridge, Westminster Abbey, Big Ben, St. Paul’s Cathedral und was sonst so in die Quere kommt. Buckingham Palace fehlt mir aber noch, das hole ich beim nächsten Besuch nach.

Elias

Elias

Zum Mittagessen gibt es eine günstige, aber wirklich gute Pizza, bevor man die Schritte in Richtung Water Rats lenkt. Ein paar alte und neue Bekannte sind bereits anwesend, auch die heutigen lokalen Vorbands treiben ihr Unwesen. Julien-K sollten auch schon längst da sein, aber sie sind es nicht und einer der Leute des Water Rats rennt immer wieder hektisch draußen rum, um festzustellen, ob sie nicht doch endlich da sein. Aber wo stecken sie eigentlich, die sind doch schon vor Ewigkeiten in Paris abgefahren?

Einfache wie ärgerliche Antwort: Sie stecken an der Grenze fest und kommen erst kurz vor knapp von dort weg. In letzter Sekunde kommen die Jungs und die Crew in London an, beim Ausladen packt jeder an, für einen richtigen Soundcheck ist aber keine Zeit mehr. Zudem hat sich die Anzahl der Vorbands von zwei irgendwie auf vier vergrößert, sodass Julien-K erst nach 0:00 Uhr die Bühne betreten. Das Monto Water Rats ist ein sehr kleiner Club, wenn auch nicht so winzig wie Paris. Die Zuschauerzahl sieht gut aus und Julien-K spielen ihr letztes Set gut gelaunt vor einer Menge, die nicht weniger gute Laune hat. Die Band packt nochmal alles aus, was sie draufhat und zeigt auch jetzt am Ende noch keine Anzeichen von Ermüdung. 110% bis zum Schluss!

Ryan

Ryan

Durch die fortgeschrittene Uhrzeit wird das Set nach Technical Diffculties beendet, viele Fans müssen zum Zug oder haben ihn schon extra für die Jungs verpasst. Die Show ist das aber auch wert ;) Anschließend nehmen sich alle viel Zeit für die Fans und vor dem Club entsteht eine gemütliche Bürgersteig-Abschlussfeier. Einige Drinks und Peperoni-Pizzas vergehen bis es mitten in der Nacht ist und die Jungs sich in ihre Hotels abseilen. Für die Crew geht es mit dem Bus zurück nach Deutschland und ich schmuggel mich ebenfalls an Bord.

Die Fahrt ist lang, der Schlaf gut und bis Essen bin ich komplett entspannt. Aber da kommt die Deutsche Bahn wieder ins Spiel und dank ihrer Inkompetenz bin ich zwei Stunden später als vorausgesehen. Sänk ju for träwelling wif Deutsche Bahn my ass. Aber mit dem letzten Zug schaffe ich es nach Hause und die Tour ist vorbei…

Und an dieser Stelle kommt die obligatorische Danksagung, schätze ich, denn ohne viele Personen wäre das alles gar nicht möglich oder nur halb so lustig gewesen. Zuerst natürlich danke an Daniel, er hatte die Idee zu diesem Blog und stand mir dabei auch immer zur Seite. Außerdem durfte ich seinen Laptop für meine Schreiberei quälen. An Marika für die Unterhaltung, gute Laune und das tolle Merchandise und auch danke an den Rest von Tiefdruck Musik! Churchman, Bärtchen und Mike dürfen hier natürlich auch auf keinen Fall unerwähnt bleiben, sie haben ihren Job grandios gemacht und es war toll, sie kennenzulernen! Danke an Lee und Thomas für die gemeinsame Reise und wer vor allem nicht fehlen darf: Die Bands. Mayfield und My Passion sind großartige Musiker und Menschen, die viel Stimmung gemacht haben. Ein Gruß geht natürlich auch an Andy und Chris a.k.a. Jon. Vielen Dank an Amir, Ryan, Elias und Fu für die gute Zeit und Unterstützung auf der Tour und im Allgemeinen, ganz besonders für die viele Unterstützung für Julien-K Germany. Aber auch Lisa darf nicht unter den Teppich gekehrt werden, obwohl sie bei den Shows nicht dabei sein konnte, hat sie mir so viel sie konnte unter die Arme gegriffen. Und last but not least möchte ich alle Streetteamer und Fans erwähnen, die bei den Shows waren und die ich kennenlernen konnte, hat mich sehr gefreut euch zu treffen!

Ich hoffe, der Blog ist bei euch gut angekommen, für Vorschläge, Kommentare und Nachrichten bin ich allzeit zu haben. Vielleicht kommt noch der eine oder andere Epilog, ansonsten möchte ich mich fürs Erste verabschieden :)

Cheers,

Laura

17. September 2010

Ich habe Tilburg nicht vergessen, es wird nur nachgeliefert (;

Guten Morgen,

Schlaf war mal wieder Mangelware, aber wenn man selbst schuld ist, sollte man sich schließlich nicht beschweren. Das Frühstück der Herberge ist vergleichsweise karg, aber immerhin original mit Zuckerstreuseln und Frühstückskuchen!

My Passion

My Passion

Im niederländischen Mistwetter zurück an den Bahnhof, meine beiden Mitreisenden verschwinden in ihrem Zug, meiner fährt erst eine halbe Stunde später. Am Umstiegsbahnhof in Rotterdam ist das Wetter noch mieser als in Tilburg und weil dort gerade Großbaustelle herrscht, sind sämtliche Gleisangaben hinfällig und werden munter durch die Gegend jongliert. In dreißig Minuten Aufenthalt hat sich das Gleis drei Mal geändert. Beim dritten Mal schmiede ich bereits Mordpläne gegen die Niederländische Eisenbahn, aus irgendeinem Grund finde ich es nicht spaßig meine Taschen immer wieder von A nach B zu schleppen und dabei durchgeweicht zu werden, weil ein Großteil der Überdachungen fehlt. Und warum habe ich eigentlich das Gefühl, dass meine Tasche jeden Tag schwerer wird?

Mayfield haben mich fest im Griff

Mayfield haben mich fest im Griff

Aber irgendwann schaff ich es doch in den Zug. Und ich glaube, ich bin Fan von Thalys. Die Dinger sind echt komfortabel! Nur der heiße Kakao ist ein bisschen wässrig… Die Fahrt ist wenig aufregend, ich lese und hoffe, dass in Paris das Wetter besser ist. Umsonst gehofft. Es ist genauso regnerisch wie in Holland. Aber das ist mir lieber als die 40°C die herrschten als ich zum letzten Mal in dieser Stadt war. Am Bahnhof werden wir von Malou, einem französichen Fan, in Empfang genommen und sie zeigt uns den Weg zum Hotel. Und das war echt hilfreich, alleine hätte ich Landei mich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verlaufen. Da merkt man mal, wie orientierungslos ich bin, wenn ich Google Maps nicht benutzen kann, verdammtes Roaming!

Aber wir kommen sicher am Ziel an, das Hotel ist klein, aber gut. Nach einer Erklärung, wie wir von dort zu Le Klub, der heutigen Venue kommen, gibt’s eine heiße Dusche. Nach dem Bad im Regen tut das richtig gut. Mit der Metro machen wir uns auf zur Rue-St-Denis, Le Klub ist zwar klein, steht aber direkt an der Kreuzung und ist daher kaum zu übersehen. Der Raum im Inneren muss allerdings Telefonzellengröße haben – hört man zumindest von allen, die bereits das Innere gesehen haben. Na das schein interessant zu werden, denn die Deckenhöhe überschreitet angeblich die zwei Meter auch nur geringfügig. Wildes Herumhüpfen dürfte für My Passion heute schwer möglich sein.

Ryan

Ryan

Marika und Andy müssen ihre Merchstände auch einmal umräumen und allgemein scheint für nichts Platz zu sein. Daher müssen die Bands auch zusammen ein Schlagzeug benutzen, mehrere Drumkits sind auf der Bühne nicht drin. Für mich und einen Laptop ist beim besten Willen kein Platz, also hab ich frei. Wegen dem Mistwetter gönne ich mir reichlich Tee und Crêpes, ich hab für beides eine Schwäche. Viele der französischen Fans sind schon eine ganze Weile vor Showbeginn anwesend, hat mich sehr gefreut viele von ihnen endlich mal persönlich zu treffen :)

Gruppenfoto mit Daniel gibt es auch wieder und irgendwann um 20 Uhr gehen die Türen endlich auf. Das Ding ist echt nicht größer als eine Telefonzelle, die Preise an der Bar sind dafür astronomisch. 7€ für Red Bull…hallo?! Da vergeht der Durst urplötzlich. Wenden wir uns also lieber den Dingen zu, die ihr Geld wert sind.

Abschiedsfoto

Abschiedsfoto

Vor Mayfield tritt heute noch das französische Industrial-Duo „Under All“ auf und spielt schwarz angemalt ihr Set vor einem Publikum, bei dem die Herren offenbar recht gut ankommen. Die Lyrics, die teilweise auf Deutsch sind, rufen bei mir zugegebenermaßen aber doch ein bisschen Belustigung hervor…das ist allerdings immer der Fall, wenn nicht-deutschsprachige Bands deutsche Passagen in ihre Lieder einbauen. Mayfield haben mit der kleinen Bühne wenige Probleme, aber die haben schließlich nicht den Bewegungsdrang von My Passion, die in dieser Hinsicht heute doch etwas eingeschränkt sind. Was nicht heißt, dass sie es nicht doch versuchen. Julien-K spielen ihr gewohntes Set, heute muss Ryan bei Someday Soon ausnahmsweise dem Publikum den Rücken zudrehen, denn für sein Keyboard plus Stimmverzerrer war schlicht neben ihm kein Platz mehr. Das Gesamte hatte heute ein gewisses Punkrock-Ambiente.

Nach der Show versperrt der Bus die Rue-St-Denis, damit die Crew schnell das Equipment verstauen kann, denn aus der Venue wird man direkt nach der Show verscheucht. Parallel zum Abbau läuft der große Abschied, denn heute waren Mayfield und My Passion leider zum letzen Mal dabei. Die Augen des einen oder anderen sehen teilweise verdächtig feucht aus und zum Abschluss gibt es noch ein großes Gruppenfoto aller Bands und der Crew, dann müssen zumindest My Passion die Fahrt in die Heimat antreten. Mayfield bleiben noch zum Feiern.

Paris

Paris

Feiern gestaltet sich aber schwieriger als zuerst gedacht, denn zumindest in der Rue-St-Denis werden anscheinend um 2 Uhr morgens die Bürgersteige hochgeklappt und die Bars geschlossen. Aber es muss ja nicht immer eine Bar sein. Gute Feier, kurze Nacht im Hotel. Lee und Thomas bekommen gar keinen Schlaf, sondern müssen direkt zum Zug nach London. Ich bekomm immerhin noch eine Handvoll Sand vom Sandmännchen ab, denn ich verlasse Paris erst am Nachmittag, allerdings nicht Richtung London, sondern Richtung Heimat, denn meine Mutter feiert am Freitag ihren 50ten Geburtstag und meine Abwesenheit kommt nicht infrage. Nicht, wenn ich mein Leben schätze.

Der nächste Tag ist wenigstens einigermaßen sonnig, sodass ein wenig Sightseeing für mich drin ist, bevor ich die Heimreise antrete. Die Band bleibt noch bis Freitag in Paris, bevor es mit der Fähre nach London geht. Am Bahnhof gönne ich mir noch das teuerste Sandwich meines Lebens und ab geht’s. Mal wieder nicht ganz ohne Zwischenfall, denn lustigerweise ist die Strecke zwischen Saarbrücken und Trier teilweise gesperrt und drei verschiedene Busse und die insgesamt doppelte Fahrzeit finde ich nicht attraktiv. Mit meinen ganzen Taschen erst recht nicht. Aber hey, ich kann meine bessere Hälfte dazu überreden, mich im Saarland einzusammeln, also bin ich dem Höllenritt entkommen.

Bis London!

Laura

7. September 2010

Moin Moin,

die Nacht im Hostel war gut, das Frühstück auch und irgendwie ist heute alles entspannter. Vielleicht, weil wir mal mehr als drei Stunden Schlaf hatten. Lee schläft bis zur allerletzten Sekunde, und wenn er sich dann noch nicht bewegt hätte, hätten wir ihn vermutlich mit kaltem Wasser übergießen müssen. Aber auschecken können wir noch rechtzeitig und begeben uns zum Auto. Auf dem Weg nach Hamburg schon wieder kein Stau. Ich bin verwundert und bleibe misstrauisch.

Dank Navi finden wir das Hotel auf Anhieb. Ein klein wenig zwielichtig ist die Absteige ja schon, aber für eine Nacht reicht es. Und sauber ist es, was mir persönlich am Wichtigsten ist. Mit dem Rest kann ich gut leben. Allerdings ist der Zigarettengestank im Bad schon echt grenzwertig. Da sollte man sich nicht unbedingt länger als nötig aufhalten. Haben wir aber auch nicht vor.

Praktisch ist auch, dass wir quasi nur aus der Tür fallen müssen und an der Venue sind. Für mich als faules Wesen ein echtes Plus. Der Tag ist richtig sonnig und es ist fast warm. Ein kleines bisschen Sommer ist also noch übrig! Die Stimmung ist allgemein entspannt, erstmal aufmachen und ein Mittagessen finden. Die Wahl fällt auf ein spanisch-portugiesisches Restaurant, hauptsächlich wegen der günstigen Preise. Das Essen ist verdammt gut! Das Geld auszugeben hat sich echt gelohnt. Satt und zufrieden ab zum Knust.

Drinnen Platz genommen geht auch der Soundcheck schon los. Die Technik will, aber Ryan macht seine Stimme Sorgen. Der morgige freie Tag wird ihm wahrscheinlich gut tun und allen anderen auch. Es scheinen so einige kränklich zu werden. Und meine Erkältung freut sich vielleicht auch über einen Tag Ruhe. Elias ist ein wenig schläfrig, vielleicht hat er deswegen seine Tasche mit Geldbeutel und Pass auf den Toiletten liegen lassen. Aber zum Glück war alles noch da, also war die Panik schnell vorbei. Hätte ja noch gefehlt, dass alles weg gewesen wäre.

Mal wieder schreibe ich an der Bar, aber zu Beginn der Show muss ich in den Vorraum umziehen. Eigentlich nicht weiter schlimm, denn praktischerweise wird dort das Geschehen auf Leinwand übertragen. Also seh ich doch alles. Die Anwesenheit ist heute die bisher höchste (Glaube ich. Ich kann nicht gut schätzen), ein gut gefüllter Club sieht immer schön aus. Mayfield werden gut angenommen, genau wie My Passion und die Zuschauer kommen langsam in Stimmung. iPunk bestreitet heute leider sein letztes DJ Set, weil er wieder eigenen Verpflichtungen nachkommen muss. Ich find es richtig schade, aber leider nicht zu ändern. Dann treten wie immer Julien-K auf und ziehen ihre Show wie gewohnt ab. Bei Futura entstöpselt Ryan versehentlich sein Mikrofon, so dass die Zuschauer heute einen speziellen Instrumental-Refrain sehen können. Muss man schließlich positiv sehen, nicht wahr? ;)

Als Zuschauer merkt man nicht viel, aber offensichtlich läuft die Show mit einigen technischen Problemen ab. Sagte anschließend zumindest Elias, aber bei ihm hätte man es auch so gemerkt. Sein Becken tritt man nämlich am Ende der Show meistens nicht um, wenn man astreine Laune hat. Die Setlist wurde zudem um einen Song gekürzt (Welcher, wird nicht verraten. Es soll schließlich keiner enttäuscht sein) um Ryans Stimme etwas zu schonen. Ursprünglich war es sogar geplant, dass die letzten beiden Songs wegfallen, aber das Publikum hat es wohl geschafft, die Meinung der Jungs zu ändern. Gut für das Publikum, hoffentlich nicht schlecht für seinen Hals. Wenigstens kann er sich morgen etwas schonen. Während der Zugabe stürzt dieses Mal unfreiwillig wieder ein Teil des Drumkits ab, da das Podest ziemlich klein ist. Aber es kommt trotzdem alles zu einem guten Ende.

Es folgt wieder die Signierstunde und ein gemütliches Beisammensein mit allerlei Getränken, welches später in eine Bar verlegt wird. Aber die Details lassen wir mal, ich bin schließlich nicht der Tourpaparazzi ;) . Nicht, dass es eine ganze Menge spannender Geschichten zu erzählen gäbe. Was eben so passiert, wenn eine Gruppe Leute sich in einer Bar aufhält. Irgendwann am frühen Morgen zurück in unsere Absteige neben dem Gay Club und ein paar Stunden geschlafen. Wir haben schließlich auch frei!

Den freien Tag verbringen wir sehr ereignisfrei bei Thomas Eltern und arbeiten dank WLAN all das nach, was wir in den letzten Tagen so verpasst haben. Auf julien-k.de gibt es jetzt auch die bisherigen Fotogallerien der Tour. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns wissen lasst, ob euch die Bilder gefallen!

So viel zum Deutschlandteil der Tour. Ab morgen sind wir in den Niederlanden.

Und weil es so gar nicht dazu passt, verabschiede ich mich heute mal auf japanisch: Mata ne.

Laura

5. September 2010

Aloha.

Frisch fühl ich mich nach dem bisschen Schlaf nicht, aber das kommt schon noch. In Berlin gibt’s nämlich eine Dusche. Noch ein paar Stündchen Autofahrt und wir sind am Hostel und müssen in der Loby noch eine ganze Weile auf das Zimmer warten. Aber es gibt WLAN, auch wenn ich mit meinem iPhone Vorlieb nehmen muss, denn im Gegensatz zu meinen Begleitern hab ich keinen Laptop dabei. Geht aber auch vorbei und dann gibt es endlich eine Dusche. Sehr schön.

Soundcheck

Soundcheck

Danach geht es mit der U-Bahn zur Venue. Von außen gefällt mir der Columbia-Club echt gut und auch von innen hat er was. Die Bühne ist sehr hoch angebracht, da kann man selbst von ganz hinten noch alles sehen. Groß ist sie auch, da muss man glücklicherweise nicht alles zusammenquetschen.

Viele Regler...

Viele Regler...

Beim Soundcheck gibt es heute einige ‘technical difficulties’. Will alles nicht so, wie die Band es gern hätte. Nach einigem Hin- und Her klappt es aber trotzdem noch und es gibt es kleines Special: Lee darf beim Soundcheck für den oben genannten Song an die Gitarre. Der Arme war ganz nervös…ist aber irgendwie verständlich, oder?

Crowd

Crowd

Das Wetter ist heute auch so richtig für den Allerwertesten. Es ist kalt, es regnet und es ist windig. Ganz toll. Das macht Laune. Also lieber drinnen bleiben. Da ist man besser aufgehoben. Mein Magen bringt mich auch ein bisschen um, denn ich hab den ganzen Tag nichts gegessen. Meine Essgewohnheiten auf der Tour sind echt ungesund teilweise, sollte man nicht unbedingt nachmachen. Aber Daniel ist der Retter der Stunde. Es wird Essen bestellt, ich darf auch und freue mich schon. Die Vorfreude muss leider auch lange anhalten, denn irgendwie lässt das Futter drei Stunden auf sich warten und kommt erst an als Julien-K die Bühne betreten.

Elias

Elias

Ich esse also meine Spaghetti al forno während der Show auf dem Boden. Sieht man sicher auch nicht allzu häufig, aber ich hatte keine Lust mehr bis danach zu warten. Hungeeeer. Die Menge ist heute wieder gut drauf. Köln können die Zuschauer zwar nicht schlagen, aber die Stimmung ist trotzdem gut und auch bei iPunks Set schwingen ein paar das Tanzbein. So gefällt das.

Amir

Amir

Nach dem Auftritt gibt es noch eine schnelle Autogrammstunde, aber die Jungs sind hungrig wie die Löwen und wollen verständlicherweise endlich was in den Magen bekommen. Eine kleine Streetteamer-Gesandtschaft darf einen Raum backstage bestzen, da es einen Geburtstag zu feiern gibt. Mayfield und My Passion gesellen sich dazu bis man aus der Venue geschmissen wird. Neben dem Bus geht es noch weiter, aber ich, Thomas und Lee sind wegen der viel zu kurzen Nacht ziemlich geschafft (Lee eigentlich nicht, denn der hat stundenlang auf der Rückbank geschlummert) und verziehen uns ins Hostel.

Von da gibt es nicht mehr viel zu berichten, denn ich bin so ziemlich wie ein Stein ins Bett gefallen und für meine Verhältnisse extrem schnell ins Reich der Träume entschwunden. Ist das schön. Aufgrund des relativ ereignislosen Tages fält auch dieser Beitrag etwas kürzer aus, aber mal sehen, was morgen so bringt ;)

Bis morgen,

Laura

P.S.: Mehr Bilder werden noch eingefügt!

5. September 2010

Hi zusammen!

Nach einer erholsamen Nacht in einem netten Hotel fühlt man sich doch schon fast wieder wie ein Mensch. Das Bett war bequem und das Frühstück reichlich. So lässt es sich leben. Dann entspannt das Auto vollgepackt und ab in Richtung Köln. Schon wieder ohne größeren Stau. Das wird mir langsam unheimlich und die Rache kommt bestimmt noch. Vielleicht entgleist mein Zug von Paris oder ich habe 3 Stunden Verspätung. Wobei Möglichkeit 2 leider nicht unwahrscheinlich ist, denn wir kennen ja die Deutsche Bahn.

Mayfield

Mayfield

Zurück zu den eigentlichen Geschehnissen. Irgendwann finden wir das MTC. Wofür stehen die Buchstaben eigentlich? Wir kamen nach der Show mit Elias zu dem Schluss, dass es “Motherfucking Tiny Club” heißen muss, denn das wäre schlicht treffend. Dieses Kellerloch mit minimaler Bühne hat es wohl irgendwann mal zum Club geschafft. Auch wenn diese Kellerclubs einen gewissen Charme haben. Minimal war auch die Bleuchtung der Bühne. Drei bunte Glühbirnen hätten es auch getan, sehr zum Leidwesen von Churchman. Aber er hat aus den Lämpchen ja doch noch das Beste rausgeholt. Diesen Beitrag weiterlesen »