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My Ruin

Lauras Diary

20. September 2010

Auf ins letzte Gefecht!

Amir

Amir

Was soll ich sagen, heute ist tatsächlich der letzte Tag der ‚EAT ANAL‘…ääh…‘DEATH TO ANAL‘…quatsch…ach, der Julien-K Europa-Tour. Und mein erster Flug überhaupt steht an. Dafür steh ich mitten in der Nacht nach nur wenig Schlaf auf, die Geburtstagsfeier ging lang. Meine Schwester fährt mich zum Flughafen und sieht zu, dass ich auch zum richtigen Gate komme, denn im Gegensatz zu mir hat sie schon mal das Prozedere durchgemacht. Wobei es jetzt wirklich nicht so schwer war, dass ich es nicht auch alleine hinbekommen hätte.

Ab in den Flieger. Okay, ich bin nervös. Hauptsächlich, weil ich weiß, dass mein Magen sehr schwach ist und ich keine Lust habe, dass er mir einen Streich spielt. Aber die Sorge ist unbegründet, mein Abendessen bleibt, wo es war und Fliegen ist eigentlich ziemlich angenehm. Auch wenn Ryanair teilweise an eine Kaffeefahrt erinnert, alle zwei Minuten rennt einer durch den Gang und will dir was verkaufen. Kann man zum Glück ignorieren.

Fu

Fu

Der Flughafen Stansted ist deutlich größer als Frankfurt-Hahn, aber ich komme klar und finde sogar auf Anhieb den Weg zum Zug. Dank Zeitverschiebung hat der Flug theoretisch auch nur 20 Minuten gedauert. Wobei ich um 7 Uhr morgens nur eingeschränkt darauf angewiesen bin, dass ich alle Zeit der Welt habe. Mit dem Zug fahre ich 45 Minuten bis London. Dort angekommen ist noch immer so viel Zeit übrig, was könnte man also machen?

Erstmal gucken, wo Venue und Hotel liegen und dann in der Umgebung ein Frühstückslokal stürmen. Wenn ich schon in England bin, nehme ich auch ein englisches Frühstück. Eigentlich echt lecker, aber jeden Morgen Speck, Bohnen, Würstchen, Eier, Toast und Pilze wäre mir doch zu viel ;) Das Hotel ist nur einen Steinwurf vom Monto Water Rats entfernt und der Tag ist noch so jung, dass Zeit für Sightseeing bleibt. Ein bisschen Tourist muss sein, ich war schließlich noch nie in London. Also gönne ich mir in kurzer Abfolge Tower Bridge, Westminster Abbey, Big Ben, St. Paul’s Cathedral und was sonst so in die Quere kommt. Buckingham Palace fehlt mir aber noch, das hole ich beim nächsten Besuch nach.

Elias

Elias

Zum Mittagessen gibt es eine günstige, aber wirklich gute Pizza, bevor man die Schritte in Richtung Water Rats lenkt. Ein paar alte und neue Bekannte sind bereits anwesend, auch die heutigen lokalen Vorbands treiben ihr Unwesen. Julien-K sollten auch schon längst da sein, aber sie sind es nicht und einer der Leute des Water Rats rennt immer wieder hektisch draußen rum, um festzustellen, ob sie nicht doch endlich da sein. Aber wo stecken sie eigentlich, die sind doch schon vor Ewigkeiten in Paris abgefahren?

Einfache wie ärgerliche Antwort: Sie stecken an der Grenze fest und kommen erst kurz vor knapp von dort weg. In letzter Sekunde kommen die Jungs und die Crew in London an, beim Ausladen packt jeder an, für einen richtigen Soundcheck ist aber keine Zeit mehr. Zudem hat sich die Anzahl der Vorbands von zwei irgendwie auf vier vergrößert, sodass Julien-K erst nach 0:00 Uhr die Bühne betreten. Das Monto Water Rats ist ein sehr kleiner Club, wenn auch nicht so winzig wie Paris. Die Zuschauerzahl sieht gut aus und Julien-K spielen ihr letztes Set gut gelaunt vor einer Menge, die nicht weniger gute Laune hat. Die Band packt nochmal alles aus, was sie draufhat und zeigt auch jetzt am Ende noch keine Anzeichen von Ermüdung. 110% bis zum Schluss!

Ryan

Ryan

Durch die fortgeschrittene Uhrzeit wird das Set nach Technical Diffculties beendet, viele Fans müssen zum Zug oder haben ihn schon extra für die Jungs verpasst. Die Show ist das aber auch wert ;) Anschließend nehmen sich alle viel Zeit für die Fans und vor dem Club entsteht eine gemütliche Bürgersteig-Abschlussfeier. Einige Drinks und Peperoni-Pizzas vergehen bis es mitten in der Nacht ist und die Jungs sich in ihre Hotels abseilen. Für die Crew geht es mit dem Bus zurück nach Deutschland und ich schmuggel mich ebenfalls an Bord.

Die Fahrt ist lang, der Schlaf gut und bis Essen bin ich komplett entspannt. Aber da kommt die Deutsche Bahn wieder ins Spiel und dank ihrer Inkompetenz bin ich zwei Stunden später als vorausgesehen. Sänk ju for träwelling wif Deutsche Bahn my ass. Aber mit dem letzten Zug schaffe ich es nach Hause und die Tour ist vorbei…

Und an dieser Stelle kommt die obligatorische Danksagung, schätze ich, denn ohne viele Personen wäre das alles gar nicht möglich oder nur halb so lustig gewesen. Zuerst natürlich danke an Daniel, er hatte die Idee zu diesem Blog und stand mir dabei auch immer zur Seite. Außerdem durfte ich seinen Laptop für meine Schreiberei quälen. An Marika für die Unterhaltung, gute Laune und das tolle Merchandise und auch danke an den Rest von Tiefdruck Musik! Churchman, Bärtchen und Mike dürfen hier natürlich auch auf keinen Fall unerwähnt bleiben, sie haben ihren Job grandios gemacht und es war toll, sie kennenzulernen! Danke an Lee und Thomas für die gemeinsame Reise und wer vor allem nicht fehlen darf: Die Bands. Mayfield und My Passion sind großartige Musiker und Menschen, die viel Stimmung gemacht haben. Ein Gruß geht natürlich auch an Andy und Chris a.k.a. Jon. Vielen Dank an Amir, Ryan, Elias und Fu für die gute Zeit und Unterstützung auf der Tour und im Allgemeinen, ganz besonders für die viele Unterstützung für Julien-K Germany. Aber auch Lisa darf nicht unter den Teppich gekehrt werden, obwohl sie bei den Shows nicht dabei sein konnte, hat sie mir so viel sie konnte unter die Arme gegriffen. Und last but not least möchte ich alle Streetteamer und Fans erwähnen, die bei den Shows waren und die ich kennenlernen konnte, hat mich sehr gefreut euch zu treffen!

Ich hoffe, der Blog ist bei euch gut angekommen, für Vorschläge, Kommentare und Nachrichten bin ich allzeit zu haben. Vielleicht kommt noch der eine oder andere Epilog, ansonsten möchte ich mich fürs Erste verabschieden :)

Cheers,

Laura

17. September 2010

Ich habe Tilburg nicht vergessen, es wird nur nachgeliefert (;

Guten Morgen,

Schlaf war mal wieder Mangelware, aber wenn man selbst schuld ist, sollte man sich schließlich nicht beschweren. Das Frühstück der Herberge ist vergleichsweise karg, aber immerhin original mit Zuckerstreuseln und Frühstückskuchen!

My Passion

My Passion

Im niederländischen Mistwetter zurück an den Bahnhof, meine beiden Mitreisenden verschwinden in ihrem Zug, meiner fährt erst eine halbe Stunde später. Am Umstiegsbahnhof in Rotterdam ist das Wetter noch mieser als in Tilburg und weil dort gerade Großbaustelle herrscht, sind sämtliche Gleisangaben hinfällig und werden munter durch die Gegend jongliert. In dreißig Minuten Aufenthalt hat sich das Gleis drei Mal geändert. Beim dritten Mal schmiede ich bereits Mordpläne gegen die Niederländische Eisenbahn, aus irgendeinem Grund finde ich es nicht spaßig meine Taschen immer wieder von A nach B zu schleppen und dabei durchgeweicht zu werden, weil ein Großteil der Überdachungen fehlt. Und warum habe ich eigentlich das Gefühl, dass meine Tasche jeden Tag schwerer wird?

Mayfield haben mich fest im Griff

Mayfield haben mich fest im Griff

Aber irgendwann schaff ich es doch in den Zug. Und ich glaube, ich bin Fan von Thalys. Die Dinger sind echt komfortabel! Nur der heiße Kakao ist ein bisschen wässrig… Die Fahrt ist wenig aufregend, ich lese und hoffe, dass in Paris das Wetter besser ist. Umsonst gehofft. Es ist genauso regnerisch wie in Holland. Aber das ist mir lieber als die 40°C die herrschten als ich zum letzten Mal in dieser Stadt war. Am Bahnhof werden wir von Malou, einem französichen Fan, in Empfang genommen und sie zeigt uns den Weg zum Hotel. Und das war echt hilfreich, alleine hätte ich Landei mich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verlaufen. Da merkt man mal, wie orientierungslos ich bin, wenn ich Google Maps nicht benutzen kann, verdammtes Roaming!

Aber wir kommen sicher am Ziel an, das Hotel ist klein, aber gut. Nach einer Erklärung, wie wir von dort zu Le Klub, der heutigen Venue kommen, gibt’s eine heiße Dusche. Nach dem Bad im Regen tut das richtig gut. Mit der Metro machen wir uns auf zur Rue-St-Denis, Le Klub ist zwar klein, steht aber direkt an der Kreuzung und ist daher kaum zu übersehen. Der Raum im Inneren muss allerdings Telefonzellengröße haben – hört man zumindest von allen, die bereits das Innere gesehen haben. Na das schein interessant zu werden, denn die Deckenhöhe überschreitet angeblich die zwei Meter auch nur geringfügig. Wildes Herumhüpfen dürfte für My Passion heute schwer möglich sein.

Ryan

Ryan

Marika und Andy müssen ihre Merchstände auch einmal umräumen und allgemein scheint für nichts Platz zu sein. Daher müssen die Bands auch zusammen ein Schlagzeug benutzen, mehrere Drumkits sind auf der Bühne nicht drin. Für mich und einen Laptop ist beim besten Willen kein Platz, also hab ich frei. Wegen dem Mistwetter gönne ich mir reichlich Tee und Crêpes, ich hab für beides eine Schwäche. Viele der französischen Fans sind schon eine ganze Weile vor Showbeginn anwesend, hat mich sehr gefreut viele von ihnen endlich mal persönlich zu treffen :)

Gruppenfoto mit Daniel gibt es auch wieder und irgendwann um 20 Uhr gehen die Türen endlich auf. Das Ding ist echt nicht größer als eine Telefonzelle, die Preise an der Bar sind dafür astronomisch. 7€ für Red Bull…hallo?! Da vergeht der Durst urplötzlich. Wenden wir uns also lieber den Dingen zu, die ihr Geld wert sind.

Abschiedsfoto

Abschiedsfoto

Vor Mayfield tritt heute noch das französische Industrial-Duo „Under All“ auf und spielt schwarz angemalt ihr Set vor einem Publikum, bei dem die Herren offenbar recht gut ankommen. Die Lyrics, die teilweise auf Deutsch sind, rufen bei mir zugegebenermaßen aber doch ein bisschen Belustigung hervor…das ist allerdings immer der Fall, wenn nicht-deutschsprachige Bands deutsche Passagen in ihre Lieder einbauen. Mayfield haben mit der kleinen Bühne wenige Probleme, aber die haben schließlich nicht den Bewegungsdrang von My Passion, die in dieser Hinsicht heute doch etwas eingeschränkt sind. Was nicht heißt, dass sie es nicht doch versuchen. Julien-K spielen ihr gewohntes Set, heute muss Ryan bei Someday Soon ausnahmsweise dem Publikum den Rücken zudrehen, denn für sein Keyboard plus Stimmverzerrer war schlicht neben ihm kein Platz mehr. Das Gesamte hatte heute ein gewisses Punkrock-Ambiente.

Nach der Show versperrt der Bus die Rue-St-Denis, damit die Crew schnell das Equipment verstauen kann, denn aus der Venue wird man direkt nach der Show verscheucht. Parallel zum Abbau läuft der große Abschied, denn heute waren Mayfield und My Passion leider zum letzen Mal dabei. Die Augen des einen oder anderen sehen teilweise verdächtig feucht aus und zum Abschluss gibt es noch ein großes Gruppenfoto aller Bands und der Crew, dann müssen zumindest My Passion die Fahrt in die Heimat antreten. Mayfield bleiben noch zum Feiern.

Paris

Paris

Feiern gestaltet sich aber schwieriger als zuerst gedacht, denn zumindest in der Rue-St-Denis werden anscheinend um 2 Uhr morgens die Bürgersteige hochgeklappt und die Bars geschlossen. Aber es muss ja nicht immer eine Bar sein. Gute Feier, kurze Nacht im Hotel. Lee und Thomas bekommen gar keinen Schlaf, sondern müssen direkt zum Zug nach London. Ich bekomm immerhin noch eine Handvoll Sand vom Sandmännchen ab, denn ich verlasse Paris erst am Nachmittag, allerdings nicht Richtung London, sondern Richtung Heimat, denn meine Mutter feiert am Freitag ihren 50ten Geburtstag und meine Abwesenheit kommt nicht infrage. Nicht, wenn ich mein Leben schätze.

Der nächste Tag ist wenigstens einigermaßen sonnig, sodass ein wenig Sightseeing für mich drin ist, bevor ich die Heimreise antrete. Die Band bleibt noch bis Freitag in Paris, bevor es mit der Fähre nach London geht. Am Bahnhof gönne ich mir noch das teuerste Sandwich meines Lebens und ab geht’s. Mal wieder nicht ganz ohne Zwischenfall, denn lustigerweise ist die Strecke zwischen Saarbrücken und Trier teilweise gesperrt und drei verschiedene Busse und die insgesamt doppelte Fahrzeit finde ich nicht attraktiv. Mit meinen ganzen Taschen erst recht nicht. Aber hey, ich kann meine bessere Hälfte dazu überreden, mich im Saarland einzusammeln, also bin ich dem Höllenritt entkommen.

Bis London!

Laura

7. September 2010

Moin Moin,

die Nacht im Hostel war gut, das Frühstück auch und irgendwie ist heute alles entspannter. Vielleicht, weil wir mal mehr als drei Stunden Schlaf hatten. Lee schläft bis zur allerletzten Sekunde, und wenn er sich dann noch nicht bewegt hätte, hätten wir ihn vermutlich mit kaltem Wasser übergießen müssen. Aber auschecken können wir noch rechtzeitig und begeben uns zum Auto. Auf dem Weg nach Hamburg schon wieder kein Stau. Ich bin verwundert und bleibe misstrauisch.

Dank Navi finden wir das Hotel auf Anhieb. Ein klein wenig zwielichtig ist die Absteige ja schon, aber für eine Nacht reicht es. Und sauber ist es, was mir persönlich am Wichtigsten ist. Mit dem Rest kann ich gut leben. Allerdings ist der Zigarettengestank im Bad schon echt grenzwertig. Da sollte man sich nicht unbedingt länger als nötig aufhalten. Haben wir aber auch nicht vor.

Praktisch ist auch, dass wir quasi nur aus der Tür fallen müssen und an der Venue sind. Für mich als faules Wesen ein echtes Plus. Der Tag ist richtig sonnig und es ist fast warm. Ein kleines bisschen Sommer ist also noch übrig! Die Stimmung ist allgemein entspannt, erstmal aufmachen und ein Mittagessen finden. Die Wahl fällt auf ein spanisch-portugiesisches Restaurant, hauptsächlich wegen der günstigen Preise. Das Essen ist verdammt gut! Das Geld auszugeben hat sich echt gelohnt. Satt und zufrieden ab zum Knust.

Drinnen Platz genommen geht auch der Soundcheck schon los. Die Technik will, aber Ryan macht seine Stimme Sorgen. Der morgige freie Tag wird ihm wahrscheinlich gut tun und allen anderen auch. Es scheinen so einige kränklich zu werden. Und meine Erkältung freut sich vielleicht auch über einen Tag Ruhe. Elias ist ein wenig schläfrig, vielleicht hat er deswegen seine Tasche mit Geldbeutel und Pass auf den Toiletten liegen lassen. Aber zum Glück war alles noch da, also war die Panik schnell vorbei. Hätte ja noch gefehlt, dass alles weg gewesen wäre.

Mal wieder schreibe ich an der Bar, aber zu Beginn der Show muss ich in den Vorraum umziehen. Eigentlich nicht weiter schlimm, denn praktischerweise wird dort das Geschehen auf Leinwand übertragen. Also seh ich doch alles. Die Anwesenheit ist heute die bisher höchste (Glaube ich. Ich kann nicht gut schätzen), ein gut gefüllter Club sieht immer schön aus. Mayfield werden gut angenommen, genau wie My Passion und die Zuschauer kommen langsam in Stimmung. iPunk bestreitet heute leider sein letztes DJ Set, weil er wieder eigenen Verpflichtungen nachkommen muss. Ich find es richtig schade, aber leider nicht zu ändern. Dann treten wie immer Julien-K auf und ziehen ihre Show wie gewohnt ab. Bei Futura entstöpselt Ryan versehentlich sein Mikrofon, so dass die Zuschauer heute einen speziellen Instrumental-Refrain sehen können. Muss man schließlich positiv sehen, nicht wahr? ;)

Als Zuschauer merkt man nicht viel, aber offensichtlich läuft die Show mit einigen technischen Problemen ab. Sagte anschließend zumindest Elias, aber bei ihm hätte man es auch so gemerkt. Sein Becken tritt man nämlich am Ende der Show meistens nicht um, wenn man astreine Laune hat. Die Setlist wurde zudem um einen Song gekürzt (Welcher, wird nicht verraten. Es soll schließlich keiner enttäuscht sein) um Ryans Stimme etwas zu schonen. Ursprünglich war es sogar geplant, dass die letzten beiden Songs wegfallen, aber das Publikum hat es wohl geschafft, die Meinung der Jungs zu ändern. Gut für das Publikum, hoffentlich nicht schlecht für seinen Hals. Wenigstens kann er sich morgen etwas schonen. Während der Zugabe stürzt dieses Mal unfreiwillig wieder ein Teil des Drumkits ab, da das Podest ziemlich klein ist. Aber es kommt trotzdem alles zu einem guten Ende.

Es folgt wieder die Signierstunde und ein gemütliches Beisammensein mit allerlei Getränken, welches später in eine Bar verlegt wird. Aber die Details lassen wir mal, ich bin schließlich nicht der Tourpaparazzi ;) . Nicht, dass es eine ganze Menge spannender Geschichten zu erzählen gäbe. Was eben so passiert, wenn eine Gruppe Leute sich in einer Bar aufhält. Irgendwann am frühen Morgen zurück in unsere Absteige neben dem Gay Club und ein paar Stunden geschlafen. Wir haben schließlich auch frei!

Den freien Tag verbringen wir sehr ereignisfrei bei Thomas Eltern und arbeiten dank WLAN all das nach, was wir in den letzten Tagen so verpasst haben. Auf julien-k.de gibt es jetzt auch die bisherigen Fotogallerien der Tour. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns wissen lasst, ob euch die Bilder gefallen!

So viel zum Deutschlandteil der Tour. Ab morgen sind wir in den Niederlanden.

Und weil es so gar nicht dazu passt, verabschiede ich mich heute mal auf japanisch: Mata ne.

Laura

5. September 2010

Aloha.

Frisch fühl ich mich nach dem bisschen Schlaf nicht, aber das kommt schon noch. In Berlin gibt’s nämlich eine Dusche. Noch ein paar Stündchen Autofahrt und wir sind am Hostel und müssen in der Loby noch eine ganze Weile auf das Zimmer warten. Aber es gibt WLAN, auch wenn ich mit meinem iPhone Vorlieb nehmen muss, denn im Gegensatz zu meinen Begleitern hab ich keinen Laptop dabei. Geht aber auch vorbei und dann gibt es endlich eine Dusche. Sehr schön.

Soundcheck

Soundcheck

Danach geht es mit der U-Bahn zur Venue. Von außen gefällt mir der Columbia-Club echt gut und auch von innen hat er was. Die Bühne ist sehr hoch angebracht, da kann man selbst von ganz hinten noch alles sehen. Groß ist sie auch, da muss man glücklicherweise nicht alles zusammenquetschen.

Viele Regler...

Viele Regler...

Beim Soundcheck gibt es heute einige ‘technical difficulties’. Will alles nicht so, wie die Band es gern hätte. Nach einigem Hin- und Her klappt es aber trotzdem noch und es gibt es kleines Special: Lee darf beim Soundcheck für den oben genannten Song an die Gitarre. Der Arme war ganz nervös…ist aber irgendwie verständlich, oder?

Crowd

Crowd

Das Wetter ist heute auch so richtig für den Allerwertesten. Es ist kalt, es regnet und es ist windig. Ganz toll. Das macht Laune. Also lieber drinnen bleiben. Da ist man besser aufgehoben. Mein Magen bringt mich auch ein bisschen um, denn ich hab den ganzen Tag nichts gegessen. Meine Essgewohnheiten auf der Tour sind echt ungesund teilweise, sollte man nicht unbedingt nachmachen. Aber Daniel ist der Retter der Stunde. Es wird Essen bestellt, ich darf auch und freue mich schon. Die Vorfreude muss leider auch lange anhalten, denn irgendwie lässt das Futter drei Stunden auf sich warten und kommt erst an als Julien-K die Bühne betreten.

Elias

Elias

Ich esse also meine Spaghetti al forno während der Show auf dem Boden. Sieht man sicher auch nicht allzu häufig, aber ich hatte keine Lust mehr bis danach zu warten. Hungeeeer. Die Menge ist heute wieder gut drauf. Köln können die Zuschauer zwar nicht schlagen, aber die Stimmung ist trotzdem gut und auch bei iPunks Set schwingen ein paar das Tanzbein. So gefällt das.

Amir

Amir

Nach dem Auftritt gibt es noch eine schnelle Autogrammstunde, aber die Jungs sind hungrig wie die Löwen und wollen verständlicherweise endlich was in den Magen bekommen. Eine kleine Streetteamer-Gesandtschaft darf einen Raum backstage bestzen, da es einen Geburtstag zu feiern gibt. Mayfield und My Passion gesellen sich dazu bis man aus der Venue geschmissen wird. Neben dem Bus geht es noch weiter, aber ich, Thomas und Lee sind wegen der viel zu kurzen Nacht ziemlich geschafft (Lee eigentlich nicht, denn der hat stundenlang auf der Rückbank geschlummert) und verziehen uns ins Hostel.

Von da gibt es nicht mehr viel zu berichten, denn ich bin so ziemlich wie ein Stein ins Bett gefallen und für meine Verhältnisse extrem schnell ins Reich der Träume entschwunden. Ist das schön. Aufgrund des relativ ereignislosen Tages fält auch dieser Beitrag etwas kürzer aus, aber mal sehen, was morgen so bringt ;)

Bis morgen,

Laura

P.S.: Mehr Bilder werden noch eingefügt!

5. September 2010

Hi zusammen!

Nach einer erholsamen Nacht in einem netten Hotel fühlt man sich doch schon fast wieder wie ein Mensch. Das Bett war bequem und das Frühstück reichlich. So lässt es sich leben. Dann entspannt das Auto vollgepackt und ab in Richtung Köln. Schon wieder ohne größeren Stau. Das wird mir langsam unheimlich und die Rache kommt bestimmt noch. Vielleicht entgleist mein Zug von Paris oder ich habe 3 Stunden Verspätung. Wobei Möglichkeit 2 leider nicht unwahrscheinlich ist, denn wir kennen ja die Deutsche Bahn.

Mayfield

Mayfield

Zurück zu den eigentlichen Geschehnissen. Irgendwann finden wir das MTC. Wofür stehen die Buchstaben eigentlich? Wir kamen nach der Show mit Elias zu dem Schluss, dass es “Motherfucking Tiny Club” heißen muss, denn das wäre schlicht treffend. Dieses Kellerloch mit minimaler Bühne hat es wohl irgendwann mal zum Club geschafft. Auch wenn diese Kellerclubs einen gewissen Charme haben. Minimal war auch die Bleuchtung der Bühne. Drei bunte Glühbirnen hätten es auch getan, sehr zum Leidwesen von Churchman. Aber er hat aus den Lämpchen ja doch noch das Beste rausgeholt. Diesen Beitrag weiterlesen »

3. September 2010

Heyho aus Schwäbisch Hall!

Hab ich gut geschlafen? Nein, aber so kann es gehen. Autos sind einfach keine guten Schlafplätze. Die Freude über das richtige Bett in Schwäbisch Hall hatten wir aber schon, also lassen wir das. Nach zwei Stunden auf der Autobahn können wir sogar früher ins Hotel einchecken…Jackpot!

Pause

Pause

Eine Dusche und etwas relaxen später sieht die Welt auch schon ganz anders aus. Der Tag ist ebenfalls gut, es ist sonnig und ziemlich warm. An der Venue herrscht auch eine eher entspannte Stimmung und aufgrund des Wetters tummelt man sich draußen auf den Laderampen der Anhänger oder gepflegt in einem Campingstuhl. Der von Churchman ist übrigens trotz Abnutzungserscheinungen sehr bequem, an dieser Stelle nochmal vielen Dank für die Sitzgelegenheit ;) Diesen Beitrag weiterlesen »

3. September 2010

Grüß Gott…

…aus einem ziemlich sonnigen München. Zumindest ist das Wetter besser als befürchtet. Nachdem sich die Erkältung über Nacht ein wenig gebessert hat, hab ich jetzt einen ziemlich steifen Nacken von der Schlepperei gestern. Aber was solls, ist mir lieber als die Erkältung.

Ryan

Ryan

Um zehn am Morgen haben wir uns von Aschaffenburg mit dem Auto auf nach München gemacht. Die Fahrt war lang, aber an sich ziemlich ereignislos, abgesehen von einem Stau und ein paar Autofahrern, die einfach nicht auf die Straße gehören. Was aber auch wieder nichts Neues ist. Diesen Beitrag weiterlesen »

2. September 2010

Hey Leute!

Jetzt beginnt endlich der Teil des Blogs, auf den wir alle gewartet haben…denk ich mir doch mal ;) . Die Tour beginnt!

Meet & Greet

Meet & Greet

Die Fahrt war schon ein kleines Erlebis an sich, Deutsche Bahn sei dank. Verspätungen sind schließlich immer was Feines. Außerdem ist das Herumschleppen von gefühlten zehn Tonnen Gepäck in einer Reisetasche, die dem Exitus nahe steht auch kein Grund zur Freude. Aber lassen wir das Gejammer, in Aschaffenburg bin ich ja doch noch angekommen. Und hätte ich es nicht noch geschafft, mir eine Erkältung genau heute einzufangen, wäre ich jetzt sogar rundum glücklich. Diesen Beitrag weiterlesen »

25. August 2010

Hallo allerseits!

Merchandise

Merchandise

Weniger als eine Woche bis zum Tourbeginn und wie viele von euch über Twitter mitbekommen haben dürften, sind die Herren bereits in Deutschland, genauer Hamburg angekommen, wo es ihnen gut gefällt und treffen dort die letzten Vorbereitungen wie Pressetermine oder Rehearsal. Von letzterem fand übrigens heute der erste Tag statt. Julien-K spielen sich kräftig ein, schließlich sind das die ersten Auftritte in Europa. Die Konzerte sind ohnehin die ersten Shows der Band seit einer ganzen Weile und noch dazu die überhaupt ersten in neuer Formation. Wobei natürlich kein Zweifel daran besteht, dass Fu seinen Live-Einstand bravurös meistern wird :)

Das neue Merchandise ist bei Tiefdruck Musik angekommen und wartet auf die fleißigen Käufer. Es wird nicht nur Hoodies und T-Shirts geben, sondern noch mehr. Was, wird aber noch nicht verraten. Lasst euch überraschen!

Was ebenfalls bei Tiefdruck ins Haus geflattert ist: Die Dreamland Singles! Die sind ab Freitag über Amazon und auch in einigen Stores zu erstehen. Hier möchte ich noch einmal erwähnen, dass die Auflage auf 1000 Stück begrenzt ist und man deswegen nicht lange überlegen sollte, ob man kauft oder nicht. Bei einem Preis von 3,99€ gibt es ohnehin nicht viel nachzudenken. Kaufen!

Dreamland

Dreamland

Die Band sind allerdings nicht die einzigen, die bis zum Hals in Arbeit stecken. Im Hause Tiefdruck ist die berühmte Hölle los, denn auch dort laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. Tourbücher und Pässe befinden sich in Arbeit und hundert andere Sachen auch. Ich selbst steck auch ganz schön im Stress und das wird sich vermutlich bis zur Tour nicht mehr ändern. Drückt mir die Daumen, dass meine bestellte Deutschlandflagge noch bis spätestens Montag kommt, sonst gibt’s JULIEN-K GERMANY ohne Flagge und das geht ja mal gar nicht!

Und jetzt geh ich noch ein bisschen was für den Geburtstag meiner Schwester morgen vorbereiten. Bis demnächst!

Laura

14. August 2010

Hallo allerseits!

Die Auslosung der Gewinner

Die Auslosung der Gewinner

Nach ein paar Tagen melde ich mich mal wieder mit mehr oder weniger gehaltvollen Neuigkeiten aus dem Hause Julien-K Tour. Fangen wir doch mal mit ein paar visuellen Reizen an. Mittlerweile wurden ja schon einige Gewinner für Meet & Greets bekannt gegeben und ich wollte euch mal zeigen, wie es aussieht, wenn Tiefdruck Musik Tag für Tag den Glücklichen oder die Glückliche aus dem Hut zaubern…oder eher aus der Schüssel:

Eure Resonanz auf das Gewinnspiel ist super, es kommen täglich neue Einsendungen dazu und es freut uns, dass es so gut ankommt! Immer schön weiter her mit den Fotos!

Elias Drumkit

Elias' Drumkit

Weiterhin war Elias so nett, mir ein paar Bilder von den Drums zu schicken, an denen er kräftig für die Tour probt. Dazu gab es dann auch gleich ein Foto, auf dem er an seinem Schlagzeug rumalbert. Aber so kennt man Elias ja ;D

Elias albert rum ;)

Elias albert rum ;)

Die Jungs haben zudem die Setlist für die Tour fertiggestellt. Wie genau die aussieht, wird natürlich nicht verraten, denn wo wäre dann die Überraschung? ;) Aber wie bereits auf Twitter verraten wurde, werden Julien-K uns zwei bis vier neue Songs vorstellen und wir werden damit die ersten sein, die das neue Material live zu hören bekommen!

Derzeit werden unter anderem die Keyboards für die Tour programmiert, wofür man sich wieder eine Weile im Studio verbarrikadiert. Amir und Fu haben ein paar Bilder von sich im Studio aufgenommen, die mir für den Blog zur Verfügung gestellt wurden.

Amir im Studio

Amir im Studio

Was viele von euch (einschließlich mir) freuen dürfte, ist die Tatsache, dass auf der Tour neues Merchandise verkauft wird und wir uns alle mit Shirts und co. eindecken können. Das war bisher schließlich nur durch Import aus den USA möglich. Verlässlichen Quellen zufolge sollen die Designs grandios sein ;)

Fu an den Reglern

Fu an den Reglern

Von meiner eigenen Tourfront kann ich berichten, dass es mit großen Schritten vorangeht. Und es Nerven kostet. Mein Flug für London ist gebucht. Ich werde früh morgens in Frankfurt-Hahn ins Flugzeug steigen und dank fehlender Sommerzeit in Großbritannien nur 20 Minuten später wieder aussteigen – ha! Kam mich doch ein bisschen teurer als erhofft, aber Ryanair ist König der Gebühren…und trotzdem noch günstiger als die Konkurrenz.  Bin zugegebenermaßen ein bisschen nervös, denn das wird mein erster Flug!

Amir hinter einem Orange-Amp

Amir hinter einem Orange-Amp

Außerdem hab ich endlich Hotels/Hostels zu erträglichen Preisen  gebucht und mich durch den Service-Dschungel der Deutschen Bahn gekämpft, um Zugtickets für Holland und Frankreich zu ergattern. Gar nicht so einfach, wenn man Sonderkonditionen haben will. Unfreundliches und inkompetentes Personal sind da nur noch die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Aber immerhin habe ich fast alle Zugtickets und in den nächsten Tagen sollte auch das letzte eintrudeln. Hoffentlich. Wenn die Deutsche Bahn das hinbekommt. Dann kann ich zumindest auch den Transport abhaken.

Viel, viel Technik

Viel, viel Technik

Jetzt brauch ich nur noch eine endlose Packliste, die ich abarbeiten kann und ich muss noch eine neue JULIEN-K GERMANY Flagge machen. Die alte ist bei der Dead By Sunrise Tour in Berlin entführt worden und auch nicht mehr zu uns zurückgekehrt.

Bis demnächst!

Laura