Auf ins letzte Gefecht!
Was soll ich sagen, heute ist tatsächlich der letzte Tag der ‚EAT ANAL‘…ääh…‘DEATH TO ANAL‘…quatsch…ach, der Julien-K Europa-Tour. Und mein erster Flug überhaupt steht an. Dafür steh ich mitten in der Nacht nach nur wenig Schlaf auf, die Geburtstagsfeier ging lang. Meine Schwester fährt mich zum Flughafen und sieht zu, dass ich auch zum richtigen Gate komme, denn im Gegensatz zu mir hat sie schon mal das Prozedere durchgemacht. Wobei es jetzt wirklich nicht so schwer war, dass ich es nicht auch alleine hinbekommen hätte.
Ab in den Flieger. Okay, ich bin nervös. Hauptsächlich, weil ich weiß, dass mein Magen sehr schwach ist und ich keine Lust habe, dass er mir einen Streich spielt. Aber die Sorge ist unbegründet, mein Abendessen bleibt, wo es war und Fliegen ist eigentlich ziemlich angenehm. Auch wenn Ryanair teilweise an eine Kaffeefahrt erinnert, alle zwei Minuten rennt einer durch den Gang und will dir was verkaufen. Kann man zum Glück ignorieren.
Der Flughafen Stansted ist deutlich größer als Frankfurt-Hahn, aber ich komme klar und finde sogar auf Anhieb den Weg zum Zug. Dank Zeitverschiebung hat der Flug theoretisch auch nur 20 Minuten gedauert. Wobei ich um 7 Uhr morgens nur eingeschränkt darauf angewiesen bin, dass ich alle Zeit der Welt habe. Mit dem Zug fahre ich 45 Minuten bis London. Dort angekommen ist noch immer so viel Zeit übrig, was könnte man also machen?
Erstmal gucken, wo Venue und Hotel liegen und dann in der Umgebung ein Frühstückslokal stürmen. Wenn ich schon in England bin, nehme ich auch ein englisches Frühstück. Eigentlich echt lecker, aber jeden Morgen Speck, Bohnen, Würstchen, Eier, Toast und Pilze wäre mir doch zu viel
Das Hotel ist nur einen Steinwurf vom Monto Water Rats entfernt und der Tag ist noch so jung, dass Zeit für Sightseeing bleibt. Ein bisschen Tourist muss sein, ich war schließlich noch nie in London. Also gönne ich mir in kurzer Abfolge Tower Bridge, Westminster Abbey, Big Ben, St. Paul’s Cathedral und was sonst so in die Quere kommt. Buckingham Palace fehlt mir aber noch, das hole ich beim nächsten Besuch nach.
Zum Mittagessen gibt es eine günstige, aber wirklich gute Pizza, bevor man die Schritte in Richtung Water Rats lenkt. Ein paar alte und neue Bekannte sind bereits anwesend, auch die heutigen lokalen Vorbands treiben ihr Unwesen. Julien-K sollten auch schon längst da sein, aber sie sind es nicht und einer der Leute des Water Rats rennt immer wieder hektisch draußen rum, um festzustellen, ob sie nicht doch endlich da sein. Aber wo stecken sie eigentlich, die sind doch schon vor Ewigkeiten in Paris abgefahren?
Einfache wie ärgerliche Antwort: Sie stecken an der Grenze fest und kommen erst kurz vor knapp von dort weg. In letzter Sekunde kommen die Jungs und die Crew in London an, beim Ausladen packt jeder an, für einen richtigen Soundcheck ist aber keine Zeit mehr. Zudem hat sich die Anzahl der Vorbands von zwei irgendwie auf vier vergrößert, sodass Julien-K erst nach 0:00 Uhr die Bühne betreten. Das Monto Water Rats ist ein sehr kleiner Club, wenn auch nicht so winzig wie Paris. Die Zuschauerzahl sieht gut aus und Julien-K spielen ihr letztes Set gut gelaunt vor einer Menge, die nicht weniger gute Laune hat. Die Band packt nochmal alles aus, was sie draufhat und zeigt auch jetzt am Ende noch keine Anzeichen von Ermüdung. 110% bis zum Schluss!
Durch die fortgeschrittene Uhrzeit wird das Set nach Technical Diffculties beendet, viele Fans müssen zum Zug oder haben ihn schon extra für die Jungs verpasst. Die Show ist das aber auch wert
Anschließend nehmen sich alle viel Zeit für die Fans und vor dem Club entsteht eine gemütliche Bürgersteig-Abschlussfeier. Einige Drinks und Peperoni-Pizzas vergehen bis es mitten in der Nacht ist und die Jungs sich in ihre Hotels abseilen. Für die Crew geht es mit dem Bus zurück nach Deutschland und ich schmuggel mich ebenfalls an Bord.
Die Fahrt ist lang, der Schlaf gut und bis Essen bin ich komplett entspannt. Aber da kommt die Deutsche Bahn wieder ins Spiel und dank ihrer Inkompetenz bin ich zwei Stunden später als vorausgesehen. Sänk ju for träwelling wif Deutsche Bahn my ass. Aber mit dem letzten Zug schaffe ich es nach Hause und die Tour ist vorbei…
Und an dieser Stelle kommt die obligatorische Danksagung, schätze ich, denn ohne viele Personen wäre das alles gar nicht möglich oder nur halb so lustig gewesen. Zuerst natürlich danke an Daniel, er hatte die Idee zu diesem Blog und stand mir dabei auch immer zur Seite. Außerdem durfte ich seinen Laptop für meine Schreiberei quälen. An Marika für die Unterhaltung, gute Laune und das tolle Merchandise und auch danke an den Rest von Tiefdruck Musik! Churchman, Bärtchen und Mike dürfen hier natürlich auch auf keinen Fall unerwähnt bleiben, sie haben ihren Job grandios gemacht und es war toll, sie kennenzulernen! Danke an Lee und Thomas für die gemeinsame Reise und wer vor allem nicht fehlen darf: Die Bands. Mayfield und My Passion sind großartige Musiker und Menschen, die viel Stimmung gemacht haben. Ein Gruß geht natürlich auch an Andy und Chris a.k.a. Jon. Vielen Dank an Amir, Ryan, Elias und Fu für die gute Zeit und Unterstützung auf der Tour und im Allgemeinen, ganz besonders für die viele Unterstützung für Julien-K Germany. Aber auch Lisa darf nicht unter den Teppich gekehrt werden, obwohl sie bei den Shows nicht dabei sein konnte, hat sie mir so viel sie konnte unter die Arme gegriffen. Und last but not least möchte ich alle Streetteamer und Fans erwähnen, die bei den Shows waren und die ich kennenlernen konnte, hat mich sehr gefreut euch zu treffen!
Ich hoffe, der Blog ist bei euch gut angekommen, für Vorschläge, Kommentare und Nachrichten bin ich allzeit zu haben. Vielleicht kommt noch der eine oder andere Epilog, ansonsten möchte ich mich fürs Erste verabschieden
Cheers,
Laura

































