NEMHAIN - Natural Born Sinners Tour 2010
7. September 2010

Moin Moin,

die Nacht im Hostel war gut, das Frühstück auch und irgendwie ist heute alles entspannter. Vielleicht, weil wir mal mehr als drei Stunden Schlaf hatten. Lee schläft bis zur allerletzten Sekunde, und wenn er sich dann noch nicht bewegt hätte, hätten wir ihn vermutlich mit kaltem Wasser übergießen müssen. Aber auschecken können wir noch rechtzeitig und begeben uns zum Auto. Auf dem Weg nach Hamburg schon wieder kein Stau. Ich bin verwundert und bleibe misstrauisch.

Dank Navi finden wir das Hotel auf Anhieb. Ein klein wenig zwielichtig ist die Absteige ja schon, aber für eine Nacht reicht es. Und sauber ist es, was mir persönlich am Wichtigsten ist. Mit dem Rest kann ich gut leben. Allerdings ist der Zigarettengestank im Bad schon echt grenzwertig. Da sollte man sich nicht unbedingt länger als nötig aufhalten. Haben wir aber auch nicht vor.

Praktisch ist auch, dass wir quasi nur aus der Tür fallen müssen und an der Venue sind. Für mich als faules Wesen ein echtes Plus. Der Tag ist richtig sonnig und es ist fast warm. Ein kleines bisschen Sommer ist also noch übrig! Die Stimmung ist allgemein entspannt, erstmal aufmachen und ein Mittagessen finden. Die Wahl fällt auf ein spanisch-portugiesisches Restaurant, hauptsächlich wegen der günstigen Preise. Das Essen ist verdammt gut! Das Geld auszugeben hat sich echt gelohnt. Satt und zufrieden ab zum Knust.

Drinnen Platz genommen geht auch der Soundcheck schon los. Die Technik will, aber Ryan macht seine Stimme Sorgen. Der morgige freie Tag wird ihm wahrscheinlich gut tun und allen anderen auch. Es scheinen so einige kränklich zu werden. Und meine Erkältung freut sich vielleicht auch über einen Tag Ruhe. Elias ist ein wenig schläfrig, vielleicht hat er deswegen seine Tasche mit Geldbeutel und Pass auf den Toiletten liegen lassen. Aber zum Glück war alles noch da, also war die Panik schnell vorbei. Hätte ja noch gefehlt, dass alles weg gewesen wäre.

Mal wieder schreibe ich an der Bar, aber zu Beginn der Show muss ich in den Vorraum umziehen. Eigentlich nicht weiter schlimm, denn praktischerweise wird dort das Geschehen auf Leinwand übertragen. Also seh ich doch alles. Die Anwesenheit ist heute die bisher höchste (Glaube ich. Ich kann nicht gut schätzen), ein gut gefüllter Club sieht immer schön aus. Mayfield werden gut angenommen, genau wie My Passion und die Zuschauer kommen langsam in Stimmung. iPunk bestreitet heute leider sein letztes DJ Set, weil er wieder eigenen Verpflichtungen nachkommen muss. Ich find es richtig schade, aber leider nicht zu ändern. Dann treten wie immer Julien-K auf und ziehen ihre Show wie gewohnt ab. Bei Futura entstöpselt Ryan versehentlich sein Mikrofon, so dass die Zuschauer heute einen speziellen Instrumental-Refrain sehen können. Muss man schließlich positiv sehen, nicht wahr? ;)

Als Zuschauer merkt man nicht viel, aber offensichtlich läuft die Show mit einigen technischen Problemen ab. Sagte anschließend zumindest Elias, aber bei ihm hätte man es auch so gemerkt. Sein Becken tritt man nämlich am Ende der Show meistens nicht um, wenn man astreine Laune hat. Die Setlist wurde zudem um einen Song gekürzt (Welcher, wird nicht verraten. Es soll schließlich keiner enttäuscht sein) um Ryans Stimme etwas zu schonen. Ursprünglich war es sogar geplant, dass die letzten beiden Songs wegfallen, aber das Publikum hat es wohl geschafft, die Meinung der Jungs zu ändern. Gut für das Publikum, hoffentlich nicht schlecht für seinen Hals. Wenigstens kann er sich morgen etwas schonen. Während der Zugabe stürzt dieses Mal unfreiwillig wieder ein Teil des Drumkits ab, da das Podest ziemlich klein ist. Aber es kommt trotzdem alles zu einem guten Ende.

Es folgt wieder die Signierstunde und ein gemütliches Beisammensein mit allerlei Getränken, welches später in eine Bar verlegt wird. Aber die Details lassen wir mal, ich bin schließlich nicht der Tourpaparazzi ;) . Nicht, dass es eine ganze Menge spannender Geschichten zu erzählen gäbe. Was eben so passiert, wenn eine Gruppe Leute sich in einer Bar aufhält. Irgendwann am frühen Morgen zurück in unsere Absteige neben dem Gay Club und ein paar Stunden geschlafen. Wir haben schließlich auch frei!

Den freien Tag verbringen wir sehr ereignisfrei bei Thomas Eltern und arbeiten dank WLAN all das nach, was wir in den letzten Tagen so verpasst haben. Auf julien-k.de gibt es jetzt auch die bisherigen Fotogallerien der Tour. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns wissen lasst, ob euch die Bilder gefallen!

So viel zum Deutschlandteil der Tour. Ab morgen sind wir in den Niederlanden.

Und weil es so gar nicht dazu passt, verabschiede ich mich heute mal auf japanisch: Mata ne.

Laura

7. September 2010

Auf bonedo.de findet ihr seit Kurzem einen umfangreichen Video-Gesangsworkshop mit CATHARINA BOUTARI. In 4 Videos wird angehenden Sänger_Innen dort jede Menge wissen zu den Themen Mikrohaltung, Lagen und Interpretationen mitgegeben.

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Zum Workshop kommt ihr HIER oder mit Klick auf das Bild.

5. September 2010

Aloha.

Frisch fühl ich mich nach dem bisschen Schlaf nicht, aber das kommt schon noch. In Berlin gibt’s nämlich eine Dusche. Noch ein paar Stündchen Autofahrt und wir sind am Hostel und müssen in der Loby noch eine ganze Weile auf das Zimmer warten. Aber es gibt WLAN, auch wenn ich mit meinem iPhone Vorlieb nehmen muss, denn im Gegensatz zu meinen Begleitern hab ich keinen Laptop dabei. Geht aber auch vorbei und dann gibt es endlich eine Dusche. Sehr schön.

Danach geht es mit der U-Bahn zur Venue. Von außen gefällt mir der Columbia-Club echt gut und auch von innen hat er was. Die Bühne ist sehr hoch angebracht, da kann man selbst von ganz hinten noch alles sehen. Groß ist sie auch, da muss man glücklicherweise nicht alles zusammenquetschen.

Beim Soundcheck gibt es heute einige ‘technical difficulties’. Will alles nicht so, wie die Band es gern hätte. Nach einigem Hin- und Her klappt es aber trotzdem noch und es gibt es kleines Special: Lee darf beim Soundcheck für den oben genannten Song an die Gitarre. Der Arme war ganz nervös…ist aber irgendwie verständlich, oder?

Das Wetter ist heute auch so richtig für den Allerwertesten. Es ist kalt, es regnet und es ist windig. Ganz toll. Das macht Laune. Also lieber drinnen bleiben. Da ist man besser aufgehoben. Mein Magen bringt mich auch ein bisschen um, denn ich hab den ganzen Tag nichts gegessen. Meine Essgewohnheiten auf der Tour sind echt ungesund teilweise, sollte man nicht unbedingt nachmachen. Aber Daniel ist der Retter der Stunde. Es wird Essen bestellt, ich darf auch und freue mich schon. Die Vorfreude muss leider auch lange anhalten, denn irgendwie lässt das Futter drei Stunden auf sich warten und kommt erst an als Julien-K die Bühne betreten.

Ich esse also meine Spaghetti al forno während der Show auf dem Boden. Sieht man sicher auch nicht allzu häufig, aber ich hatte keine Lust mehr bis danach zu warten. Hungeeeer. Die Menge ist heute wieder gut drauf. Köln können die Zuschauer zwar nicht schlagen, aber die Stimmung ist trotzdem gut und auch bei iPunks Set schwingen ein paar das Tanzbein. So gefällt das.

Nach dem Auftritt gibt es noch eine schnelle Autogrammstunde, aber die Jungs sind hungrig wie die Löwen und wollen verständlicherweise endlich was in den Magen bekommen. Eine kleine Streetteamer-Gesandtschaft darf einen Raum backstage bestzen, da es einen Geburtstag zu feiern gibt. Mayfield und My Passion gesellen sich dazu bis man aus der Venue geschmissen wird. Neben dem Bus geht es noch weiter, aber ich, Thomas und Lee sind wegen der viel zu kurzen Nacht ziemlich geschafft (Lee eigentlich nicht, denn der hat stundenlang auf der Rückbank geschlummert) und verziehen uns ins Hostel.

Von da gibt es nicht mehr viel zu berichten, denn ich bin so ziemlich wie ein Stein ins Bett gefallen und für meine Verhältnisse extrem schnell ins Reich der Träume entschwunden. Ist das schön. Aufgrund des relativ ereignislosen Tages fält auch dieser Beitrag etwas kürzer aus, aber mal sehen, was morgen so bringt ;)

Bis morgen,

Laura

P.S.: Mehr Bilder werden noch eingefügt!

5. September 2010

Hi zusammen!

Nach einer erholsamen Nacht in einem netten Hotel fühlt man sich doch schon fast wieder wie ein Mensch. Das Bett war bequem und das Frühstück reichlich. So lässt es sich leben. Dann entspannt das Auto vollgepackt und ab in Richtung Köln. Schon wieder ohne größeren Stau. Das wird mir langsam unheimlich und die Rache kommt bestimmt noch. Vielleicht entgleist mein Zug von Paris oder ich habe 3 Stunden Verspätung. Wobei Möglichkeit 2 leider nicht unwahrscheinlich ist, denn wir kennen ja die Deutsche Bahn.

Mayfield

Mayfield

Zurück zu den eigentlichen Geschehnissen. Irgendwann finden wir das MTC. Wofür stehen die Buchstaben eigentlich? Wir kamen nach der Show mit Elias zu dem Schluss, dass es “Motherfucking Tiny Club” heißen muss, denn das wäre schlicht treffend. Dieses Kellerloch mit minimaler Bühne hat es wohl irgendwann mal zum Club geschafft. Auch wenn diese Kellerclubs einen gewissen Charme haben. Minimal war auch die Bleuchtung der Bühne. Drei bunte Glühbirnen hätten es auch getan, sehr zum Leidwesen von Churchman. Aber er hat aus den Lämpchen ja doch noch das Beste rausgeholt.

Mit Thomas, Lee und Jonas machen wir im Bereich um den Dom noch eine Runde Promo für die Show, denn wir wollen ja nicht, dass die Kölner die beste Show des Jahres verpassen.

Irgendwann sind wir zurück am “Motherfucking Tiny Club” und ich werfe mich in den Keller, um meine Arbeit zu verrichten. Anscheinend bin ich prädestiniert, den Schreibkram an den Bars zu erledigen. Nicht, dass ich mich beschwere, denn von da kann man noch immer alles bestens verfolgen. In der kleinen Venue ist kaum Platz für alle Koffer, Instrumente und Musiker, da wird das Aufbauen zum Abenteuer.

Fu at work

Fu at work

Der Souncheck ist vergleichsweise ereignislos. Lawrence von My Passion muss testen, ob er beim Auf- und Absteigen seines Hockers nicht mit der Decke kollidiert, denn die ist verdammt niedrig. Eine Handbreit ist noch Platz. Ryan dürfte auch auf keinen Fall hüpfen, sonst gäbe es eine Beule.

The band

The band

Zum Einlass sind bereits mehr Leute anwesend als die vorherigen Tage und viele der Fans sind verdammt erwartungsvoll. Gute Vorzeichen für die Stimmung bei der Show. Und diese wurden eindeutig bestätigt. Bereits als Mayfield spielen, gibt es tolle Reaktionen, die Menge geht mit und feiert bereits jetzt. Bei My Passion geht noch mehr, denn die Band kann die Leute anstecken. Die Kollision mit der Decke kommt trotzdem. Irgendwer musste sich ja daran noch den Kopf stoßen. Bei Julien-K erreicht das Stimmungsbarometer den Höhepunkt. Hier will ich echt mal ein dickes Kompliment an das Publikum aussprechen, denn Köln hat echt reingehauen. Vom ersten Song an wurde mitgesungen, geklatscht und getanzt. Wirklich stillgestanden hat niemand während der Show. Echt klasse, da macht es noch viel mehr Spaß. Den hat offensichtlich auch die Band, Ryan strahlt und redet viel.

Aufgrund des Curfew mussten die Jungs eigentlich nach Technical Difficulties aufhören, aber die Menge war noch so gut drauf und hat lautstark nach einer Zugabe gerufen, dass die Jungs doch noch die Erlaubnis für die letzten beiden Songs bekommen haben. Welche genauso gefeiert wurden wie der Rest des Set. Beim Signieren war auch die Hölle los. Ab heute gibt es auch ein neues, limitiertes Fotoposter der Band. Sehr schick und wirklich hochwertig. Kaufen, sonst sind sie weg!

Karaoke

Karaoke

Nach der Show ist noch ein wenig Zeit bevor der Bus auftaucht, also landet man nach einem Döner zum Abendessen irgendwie in der nebenliegenden Karaokebar. Zigg von Mayfield und Lee legen eine grandiose Rap-Performance hin, der Drummer von My Passion singt alle an die Wand und fünf Minuten vor Abfahrt präsentiert Elias Bon Jovi. Mit Elias am Mikrofon hat der Song gleich mehr Stil. Aber dann müssen sie doch los, denn die Fahrt nach Berlin ist lang. Juchu…nicht.

Für uns ist die Fahrt nicht kürzer, also los. Bis kurz hinter Hannover fahren wir noch bevor ein Rastplatz das Nachtlager wird. Eher Frühmorgenlager, denn es ist schon halb Sieben. Zweieinhalb Stunden Schlaf für mich und wenn man den Sitz endlich komplett nach hinten machen kann, schläft man gleich besser.

Das war’s für heute, man liest sich.

Laura

3. September 2010

Heyho aus Schwäbisch Hall!

Hab ich gut geschlafen? Nein, aber so kann es gehen. Autos sind einfach keine guten Schlafplätze. Die Freude über das richtige Bett in Schwäbisch Hall hatten wir aber schon, also lassen wir das. Nach zwei Stunden auf der Autobahn können wir sogar früher ins Hotel einchecken…Jackpot!

Pause

Pause

Eine Dusche und etwas relaxen später sieht die Welt auch schon ganz anders aus. Der Tag ist ebenfalls gut, es ist sonnig und ziemlich warm. An der Venue herrscht auch eine eher entspannte Stimmung und aufgrund des Wetters tummelt man sich draußen auf den Laderampen der Anhänger oder gepflegt in einem Campingstuhl. Der von Churchman ist übrigens trotz Abnutzungserscheinungen sehr bequem, an dieser Stelle nochmal vielen Dank für die Sitzgelegenheit ;)

Der wie gerufen erscheinende Fußball wird auch gleich eingesetzt in einem Match von My Passion, Mayfield und ein paar Fans auf dem großen Parkplatz des NCO-Clubs. Das ging zwar nicht ohne mehrere Verletzte aus, hat aber offensichtlich doch Spaß gemacht. Ich selbst hab mich vornehm zurückgehalten, Faulheit und Unsportlichkeit sind ziemlich große Hürden. Zu hoch für mich Sportmuffel. Zugucken hat mehr Spaß gemacht.

Streettam

Streettam

Unser julien-k.de Webmaster Thomas wurde aufgrund Vorhandenseins von Fahrzeug und Navigationsgerät zum Lieferjungen für Crew und Musiker berufen und durfte einen Abstecher zu einer großen Fast Food Kette mit dem großen, gelben M machen. Seine Dienste wurden höchst erfreut in Anspruch genommen, denn im Bereich um die Venue gab es absolut NICHTS. Nicht verwunderlich, denn die Stadt selbst liegt schließlich auch so ziemlich im Nirgendwo. Was ich persönlich noch geschmeichelt finde. Und ich lebe im Nirgendwo, ich weiß wie das ist. Wobei sich die Altstadt doch sehr schön ist.

Nicht vorhandenes W-LAN hat sich als wirklich ungünstig erwiesen und umso größer war die Freude als unser allmächtiger Daniel es doch noch schaffte, das Internet zugänglich zu machen. Auf einmal sah man draußen ganz viele Leute mit Laptops sitzen. Und ja, ich war eine davon. Ist ja schließlich mein Job ;) Nach einer Runde fröhlicher Gruppenfotos von und mit Daniel wurde es dann trotzdem kalt, geregnet hat es auch, also ganz schnell nach drinnen. Für einen Club mitten im Nichts ist das NCO doch ziemlich groß, zumindest der Raum an sich, von der Bühne kann man das weniger sagen. Aber irgendwie steht doch alles drauf.

iPunk

iPunk

Ich sitze in meinem Eckchen an einer der Bars und schreibe diesen Kram während Mayfield schon mit ihrem Set loslegen. Der Old-School Grunge verleitet mich jeden Tag ein bisschen mehr zum mitnicken und das, obwohl Grunge eigentlich nicht mein Ding ist. Aber die drei haben es drauf. My Passion bauen während ihres Auftritts auch wieder massenweise überflüssige Energie ab, einen solchen Bewegungsdrang hab ich selten gesehen ;)

New Songs

New Songs

Julien-K legen heute wie alle anderen eine Stunde später ihr Set hin. Man merkt, dass es Ryan besser geht, die Energie scheint weiter zu steigen, auch wenn ich fand, dass das Publikum in München ein wenig lebendiger war. Heute hat die Technik aus irgendeinem Grund ein Eigenleben entwickelt und will nicht immer so wie Ryan es gerne hätte. Was aber nicht dazu führt, dass die Performance darunter leiden muss, die Jungs geben ihr Bestes und kommen an. Cruel Daze of Summer wird bei jedem Hören besser, der Song hat bei mir böse eingeschlagen…ich glaube, das merkt man, oder? Ich hab nämlich den Eindruck, dass ich jedes Mal davon rede haha.

Nach der Show kommt wieder das allabendliche signieren, was sich zu einem entspannten Gequatsche zwischen Fans und Bands entwickelt. Weniger Partycharakter als gestern, dafür konnte man sich besser unterhalten. Da plauderten auch die Herren Musiker gerne mal aus dem Nähkästchen. Aber irgendwann will man doch mal ins Bett, wenn man schon mal eines hat. Morgen gibts nämlich wieder keins. Aber solang ich dann in Berlin wieder duschen kann, überleb ichs.

Gute Nacht!

Laura

P.S.: Kauft Marika ihre Julien-K Taschen ab! Das ist ein Befehl! ;)

3. September 2010

Grüß Gott…

…aus einem ziemlich sonnigen München. Zumindest ist das Wetter besser als befürchtet. Nachdem sich die Erkältung über Nacht ein wenig gebessert hat, hab ich jetzt einen ziemlich steifen Nacken von der Schlepperei gestern. Aber was solls, ist mir lieber als die Erkältung.

Ryan

Ryan

Um zehn am Morgen haben wir uns von Aschaffenburg mit dem Auto auf nach München gemacht. Die Fahrt war lang, aber an sich ziemlich ereignislos, abgesehen von einem Stau und ein paar Autofahrern, die einfach nicht auf die Straße gehören. Was aber auch wieder nichts Neues ist.

Hier fängt gerade der Soundcheck an und Amir und Fu lassen mit dem Einspieler für Technical Difficulties gewaltig das Backstage beben. Und wäre ich anfällig für Stoboskoplichter, müsste ich jetzt definitv die Halle verlassen, denn damit wird ganz und gar nicht gespart. Nachdem Elias eine ganze Weile kräftig sein Schlagzeug verprügelt hat, testet jetzt Ryan seinen Stimmverzerrer für Someday Soon und gleich auch seine Gitarre. Und wo auch das erledigt ist, bekomme ich hier Systeme de Sexe in fast voller Länge präsentiert. Aber irgendwer spielt doch hier etwas anzüglich mit dem weiblichen Gestöhne herum… ;) Cruel Daze of Summer und Someday Soon geben sich ebenfalls die Ehre. Daniel ist schwer fasziniert von einem Wasserglas, das aufgrund der Vibrationen des Soundchecks tanzen lernt, und das sogar richtig gut!

iPunk

iPunk

Im Anschluss an den Soundcheck werden von Elias einige Fotos an seinem Drumkit für ein Magazin aufgenommen. Draußen hält das schöne Wetter leider nicht mehr besonders an und es wird ganz schön kalt. Die Anzahl der Leute, die am Einlass anstehen, wächst trotzdem.

Um 20:30 beginnen Mayfield und können wieder die Leute überzeugen. Dem rhytmischen Kopfnicken des Publikums kann man zumindest entnehmen, dass sie immerhin nicht ganz stillsitzen können. My Passion legen ebenfalls wieder mit voller Power zu, auf der Bühne präsentieren sie definitv viel Energie und animieren die Zuschauer zum Mitmachen.

Und zu guter Letzt hätten wir wieder Julien-K. Bereits gestern habe ich ja schon von Vollgas gesprochen, aber irgendwo haben die Jungs noch einen Gang gefunden und den obendrauf gelegt. Da kommt heute bei jedem Song noch einmal viel mehr Kraft rüber als gestern. Ryan – mit frischem Bühnenstyling – tritt der Krankheit gewaltig in den Allerwertesten und obwohl man gestern schon nicht gemerkt hat, dass er krank ist, heute geht noch mehr. Das Publikum ist meinem Eindruck nach heute auch lebendiger und lässt das auch hören und sehen. Cruel Daze of Summer scheint sich zum Liebling unter den neuen Songs zu machen und dem kann ich nur zustimmen. Der Song geht gewaltig ins Ohr und kommt auch nicht mehr so schnell wieder. Abgesehen davon, dass er live schlicht vor Energie sprüht. Vielleicht einer der besten Songs, den die Jungs je geschrieben haben – das Zeug zum Hit hat er in jedem Fall.

Die Show geht problemlos über die Bühne und beim Signieren am Merchandise-Stand entwickelt sich irgendwie eine kleine Party, die nach draußen verlegt werden muss, denn drinnen möchten die Angestellten der Venue gerne die Schotten dicht machen. Also raus, da gibt es schließlich eine kleine Bar. Wenn da nicht die Kälte wäre. Nächste Verlegung, mit Sack und Pack in einen Raum des Backstagebereichs, wo eine ganze Weile eine Party zwischen Fans, Bands und Crew stattfindet, bevor auch da geräumt werden muss. Mit den guten Kumpels Jack und Daniels geht es zur letzten Station, neben dem Bus. Jede Schwachsinnigkeit, die hier passiert ist, werd ich jetzt nicht erwähnen, nur eines: Sagt nein, wenn Daniel euch einen etwas Kühlendes anbietet, das nach einem Deoroller aussieht ;) .

Amir

Amir

Irgendwann in der Nacht ruft es dann doch alle in die Federn, in meinem Fall hießen die Federn leider Autositz und Wolldecke. Bei der Saukälte nicht gerade eine großartige Vorstellung. Aber was will man machen. Also am nächsten Rasthof ein Nachtlager aufgeschlagen und circa 200 verschiedene Arten ausprobiert, seinen Körper einigermaßen bequem und warm zu betten. Und dann noch zu schlafen. Nicht ganz einfach, hat aber irgendwann einigermaßen funktioniert. Ein paar Stunden Schlaf waren drin, wenn auch nicht ganz durchgehend. Aber ich bin nicht erfroren, was schonmal die halbe Miete ist.

Schwäbisch Hall kann kommen. Ein Hotel! Richtig schlafen! Nahezu traumhaft.

Bis zum nächsten Mal,

Laura

P.S.: Wie versprochen hier noch eine Lobpreisung an Churchman, der so bereitwillig die Julien-K Germany Flagge aufhängt ;)

P.P.S: Fotos usw werden später eingefügt, versprochen!

2. September 2010

Hey Leute!

Jetzt beginnt endlich der Teil des Blogs, auf den wir alle gewartet haben…denk ich mir doch mal ;) . Die Tour beginnt!

Meet & Greet

Meet & Greet

Die Fahrt war schon ein kleines Erlebis an sich, Deutsche Bahn sei dank. Verspätungen sind schließlich immer was Feines. Außerdem ist das Herumschleppen von gefühlten zehn Tonnen Gepäck in einer Reisetasche, die dem Exitus nahe steht auch kein Grund zur Freude. Aber lassen wir das Gejammer, in Aschaffenburg bin ich ja doch noch angekommen. Und hätte ich es nicht noch geschafft, mir eine Erkältung genau heute einzufangen, wäre ich jetzt sogar rundum glücklich.

Elias & Daniel

Elias & Daniel

Das Merchandise sieht im Übrigen erstklassig aus, da lohnt es sich, kräftig zuzugreifen. Neben Hoodie und zwei Shirts gibt es noch eine sehr schöne Tragetasche, Death to Analog und die neue Dreamland Single. Ich weiß schon, wovon ich arm werde. Jedoch ist das heute nur Nebensache. Was wirklich interessiert ist: Wie ist die Show eigentlich gelaufen?

Die kurzfristig für Murder.fm eingesprungenen Mayfield haben die Show mit einer Nirvana-angehauchten Grungeperformance gebührend eröffnet, bevor My Passion übernommen haben und mit ihrem Rocksound die Zuschauer schonmal aufwärmten für das, was da noch kommen sollte. Und es kam. Aber wie.

Gegen 22 Uhr übernahmen Julien-K das Zepter und läuteten ihren ersten Auftritt auf europäischem Boden ein. Dass der arme Ryan ziemlich krank ist hat er sich nicht eine Sekunde anmerken lassen und genau wie die anderen Vollgas gegeben. Die Setlist werde ich an dieser Stelle nicht verraten, denn einige wollen sich bekanntlich gerne überraschen lassen und denen möchte ich es natürlich nicht verderben. Soviel sei gesagt: Sie ist lang, gut ausgewählt und die vier neuen Songs fügen sich wunderbar ins Set ein. Von den Leuten wurden sie auch bestens aufgenommen. Das neue Album kann kommen! Laut Amir wollen sie versuchen, es bis Ende des Jahres fertigzustellen, was doch ganz gute Aussichten sind, oder? :)

Ryan

Ryan

Und wer sich gewundert hat, wer denn jetzt die Back-Up Vocals liefert, wo Brandon nicht mehr dabei ist, dem kann weiterhelfen: Nicht Fu hat übernommen, sondern Elias. Und er macht einen verdammt guten Job!

So langsam werde ich mich jetzt auch in mein Hotel begeben und versuchen, meine Erkältung ein bisschen auszukurieren bevor es morgen nach München geht. Ab morgen gibt es übrigens eine Neuerung: Der österreichische DJ iPunk ist ab morgen offizieller Tour-DJ und wird vor, zwischen und nach den Bands auflegen. Wenn das mal kein nettes Extra ist, dann weiß ich auch nicht mehr. Und wir wollen euch alle tanzen sehen!

Man liest sich morgen!

Laura

31. August 2010

Heute startet die Europa-Tour der Band in Aschaffenburg und passend dazu findet ihr jetzt auf bonedo.de ein Interview mit JULIEN-K. In diesem gehen die Jungs genauer auf das Equipment, dass sie nutzen und den kreativen Prozess innerhalb der Band ein.  Dazu gibt es auch noch einen fetten AKAI MPK49 Midi-Controller mit Unterschriften der Band zu gewinnen!

Ein Klick aufs Bild bringt euch zu dem Artikel:

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27. August 2010

Die Natural Born Sinners Tour 2010 rückt näher und für alle Shows der Tour steht nun fest wer zusammen mit NEMHAIN die Bühnen von Europa zerlegen wird. Diese Tour wird definitiv eine gewaltige Rock’n Roll Dampfwalze, wenn ihr noch keine Karten für die nächste Show habt dann solltet ihr euch ranhalten, hier nochmal die Dates und die Supportbands für diesselben. Wir sehen uns auf der Tour!

08.09.2010 – UK – London, Borderline /w Generation Graveyard & Kain

13.09.2010 – DE – Bremen, Römer /w Unzucht & The Iron Fist of Fu

14.09.2010 – DE – Nürnberg, Cult /w Border of Insanity

15.09.2010 – DE – Berlin, K17 /w Berliner Bomben Chor

16.09.2010 – DE – Hamburg, Markthalle /w Unzucht & der Schulz

17.09.2010 – DE – Aachen, Musikbunker /w The Very End & encypher

19.09.2010 – BE – Antwerpen, De Rots /w Stallion

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