Moin Moin,
die Nacht im Hostel war gut, das Frühstück auch und irgendwie ist heute alles entspannter. Vielleicht, weil wir mal mehr als drei Stunden Schlaf hatten. Lee schläft bis zur allerletzten Sekunde, und wenn er sich dann noch nicht bewegt hätte, hätten wir ihn vermutlich mit kaltem Wasser übergießen müssen. Aber auschecken können wir noch rechtzeitig und begeben uns zum Auto. Auf dem Weg nach Hamburg schon wieder kein Stau. Ich bin verwundert und bleibe misstrauisch.
Dank Navi finden wir das Hotel auf Anhieb. Ein klein wenig zwielichtig ist die Absteige ja schon, aber für eine Nacht reicht es. Und sauber ist es, was mir persönlich am Wichtigsten ist. Mit dem Rest kann ich gut leben. Allerdings ist der Zigarettengestank im Bad schon echt grenzwertig. Da sollte man sich nicht unbedingt länger als nötig aufhalten. Haben wir aber auch nicht vor.
Praktisch ist auch, dass wir quasi nur aus der Tür fallen müssen und an der Venue sind. Für mich als faules Wesen ein echtes Plus. Der Tag ist richtig sonnig und es ist fast warm. Ein kleines bisschen Sommer ist also noch übrig! Die Stimmung ist allgemein entspannt, erstmal aufmachen und ein Mittagessen finden. Die Wahl fällt auf ein spanisch-portugiesisches Restaurant, hauptsächlich wegen der günstigen Preise. Das Essen ist verdammt gut! Das Geld auszugeben hat sich echt gelohnt. Satt und zufrieden ab zum Knust.
Drinnen Platz genommen geht auch der Soundcheck schon los. Die Technik will, aber Ryan macht seine Stimme Sorgen. Der morgige freie Tag wird ihm wahrscheinlich gut tun und allen anderen auch. Es scheinen so einige kränklich zu werden. Und meine Erkältung freut sich vielleicht auch über einen Tag Ruhe. Elias ist ein wenig schläfrig, vielleicht hat er deswegen seine Tasche mit Geldbeutel und Pass auf den Toiletten liegen lassen. Aber zum Glück war alles noch da, also war die Panik schnell vorbei. Hätte ja noch gefehlt, dass alles weg gewesen wäre.
Mal wieder schreibe ich an der Bar, aber zu Beginn der Show muss ich in den Vorraum umziehen. Eigentlich nicht weiter schlimm, denn praktischerweise wird dort das Geschehen auf Leinwand übertragen. Also seh ich doch alles. Die Anwesenheit ist heute die bisher höchste (Glaube ich. Ich kann nicht gut schätzen), ein gut gefüllter Club sieht immer schön aus. Mayfield werden gut angenommen, genau wie My Passion und die Zuschauer kommen langsam in Stimmung. iPunk bestreitet heute leider sein letztes DJ Set, weil er wieder eigenen Verpflichtungen nachkommen muss. Ich find es richtig schade, aber leider nicht zu ändern. Dann treten wie immer Julien-K auf und ziehen ihre Show wie gewohnt ab. Bei Futura entstöpselt Ryan versehentlich sein Mikrofon, so dass die Zuschauer heute einen speziellen Instrumental-Refrain sehen können. Muss man schließlich positiv sehen, nicht wahr?
Als Zuschauer merkt man nicht viel, aber offensichtlich läuft die Show mit einigen technischen Problemen ab. Sagte anschließend zumindest Elias, aber bei ihm hätte man es auch so gemerkt. Sein Becken tritt man nämlich am Ende der Show meistens nicht um, wenn man astreine Laune hat. Die Setlist wurde zudem um einen Song gekürzt (Welcher, wird nicht verraten. Es soll schließlich keiner enttäuscht sein) um Ryans Stimme etwas zu schonen. Ursprünglich war es sogar geplant, dass die letzten beiden Songs wegfallen, aber das Publikum hat es wohl geschafft, die Meinung der Jungs zu ändern. Gut für das Publikum, hoffentlich nicht schlecht für seinen Hals. Wenigstens kann er sich morgen etwas schonen. Während der Zugabe stürzt dieses Mal unfreiwillig wieder ein Teil des Drumkits ab, da das Podest ziemlich klein ist. Aber es kommt trotzdem alles zu einem guten Ende.
Es folgt wieder die Signierstunde und ein gemütliches Beisammensein mit allerlei Getränken, welches später in eine Bar verlegt wird. Aber die Details lassen wir mal, ich bin schließlich nicht der Tourpaparazzi
. Nicht, dass es eine ganze Menge spannender Geschichten zu erzählen gäbe. Was eben so passiert, wenn eine Gruppe Leute sich in einer Bar aufhält. Irgendwann am frühen Morgen zurück in unsere Absteige neben dem Gay Club und ein paar Stunden geschlafen. Wir haben schließlich auch frei!
Den freien Tag verbringen wir sehr ereignisfrei bei Thomas Eltern und arbeiten dank WLAN all das nach, was wir in den letzten Tagen so verpasst haben. Auf julien-k.de gibt es jetzt auch die bisherigen Fotogallerien der Tour. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns wissen lasst, ob euch die Bilder gefallen!
So viel zum Deutschlandteil der Tour. Ab morgen sind wir in den Niederlanden.
Und weil es so gar nicht dazu passt, verabschiede ich mich heute mal auf japanisch: Mata ne.
Laura
























