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Nemhain

Hi zusammen!

Nach einer erholsamen Nacht in einem netten Hotel fühlt man sich doch schon fast wieder wie ein Mensch. Das Bett war bequem und das Frühstück reichlich. So lässt es sich leben. Dann entspannt das Auto vollgepackt und ab in Richtung Köln. Schon wieder ohne größeren Stau. Das wird mir langsam unheimlich und die Rache kommt bestimmt noch. Vielleicht entgleist mein Zug von Paris oder ich habe 3 Stunden Verspätung. Wobei Möglichkeit 2 leider nicht unwahrscheinlich ist, denn wir kennen ja die Deutsche Bahn.

Mayfield

Mayfield

Zurück zu den eigentlichen Geschehnissen. Irgendwann finden wir das MTC. Wofür stehen die Buchstaben eigentlich? Wir kamen nach der Show mit Elias zu dem Schluss, dass es “Motherfucking Tiny Club” heißen muss, denn das wäre schlicht treffend. Dieses Kellerloch mit minimaler Bühne hat es wohl irgendwann mal zum Club geschafft. Auch wenn diese Kellerclubs einen gewissen Charme haben. Minimal war auch die Bleuchtung der Bühne. Drei bunte Glühbirnen hätten es auch getan, sehr zum Leidwesen von Churchman. Aber er hat aus den Lämpchen ja doch noch das Beste rausgeholt.

Mit Thomas, Lee und Jonas machen wir im Bereich um den Dom noch eine Runde Promo für die Show, denn wir wollen ja nicht, dass die Kölner die beste Show des Jahres verpassen.

Irgendwann sind wir zurück am “Motherfucking Tiny Club” und ich werfe mich in den Keller, um meine Arbeit zu verrichten. Anscheinend bin ich prädestiniert, den Schreibkram an den Bars zu erledigen. Nicht, dass ich mich beschwere, denn von da kann man noch immer alles bestens verfolgen. In der kleinen Venue ist kaum Platz für alle Koffer, Instrumente und Musiker, da wird das Aufbauen zum Abenteuer.

Fu at work

Fu at work

Der Souncheck ist vergleichsweise ereignislos. Lawrence von My Passion muss testen, ob er beim Auf- und Absteigen seines Hockers nicht mit der Decke kollidiert, denn die ist verdammt niedrig. Eine Handbreit ist noch Platz. Ryan dürfte auch auf keinen Fall hüpfen, sonst gäbe es eine Beule.

The band

The band

Zum Einlass sind bereits mehr Leute anwesend als die vorherigen Tage und viele der Fans sind verdammt erwartungsvoll. Gute Vorzeichen für die Stimmung bei der Show. Und diese wurden eindeutig bestätigt. Bereits als Mayfield spielen, gibt es tolle Reaktionen, die Menge geht mit und feiert bereits jetzt. Bei My Passion geht noch mehr, denn die Band kann die Leute anstecken. Die Kollision mit der Decke kommt trotzdem. Irgendwer musste sich ja daran noch den Kopf stoßen. Bei Julien-K erreicht das Stimmungsbarometer den Höhepunkt. Hier will ich echt mal ein dickes Kompliment an das Publikum aussprechen, denn Köln hat echt reingehauen. Vom ersten Song an wurde mitgesungen, geklatscht und getanzt. Wirklich stillgestanden hat niemand während der Show. Echt klasse, da macht es noch viel mehr Spaß. Den hat offensichtlich auch die Band, Ryan strahlt und redet viel.

Aufgrund des Curfew mussten die Jungs eigentlich nach Technical Difficulties aufhören, aber die Menge war noch so gut drauf und hat lautstark nach einer Zugabe gerufen, dass die Jungs doch noch die Erlaubnis für die letzten beiden Songs bekommen haben. Welche genauso gefeiert wurden wie der Rest des Set. Beim Signieren war auch die Hölle los. Ab heute gibt es auch ein neues, limitiertes Fotoposter der Band. Sehr schick und wirklich hochwertig. Kaufen, sonst sind sie weg!

Karaoke

Karaoke

Nach der Show ist noch ein wenig Zeit bevor der Bus auftaucht, also landet man nach einem Döner zum Abendessen irgendwie in der nebenliegenden Karaokebar. Zigg von Mayfield und Lee legen eine grandiose Rap-Performance hin, der Drummer von My Passion singt alle an die Wand und fünf Minuten vor Abfahrt präsentiert Elias Bon Jovi. Mit Elias am Mikrofon hat der Song gleich mehr Stil. Aber dann müssen sie doch los, denn die Fahrt nach Berlin ist lang. Juchu…nicht.

Für uns ist die Fahrt nicht kürzer, also los. Bis kurz hinter Hannover fahren wir noch bevor ein Rastplatz das Nachtlager wird. Eher Frühmorgenlager, denn es ist schon halb Sieben. Zweieinhalb Stunden Schlaf für mich und wenn man den Sitz endlich komplett nach hinten machen kann, schläft man gleich besser.

Das war’s für heute, man liest sich.

Laura

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